Buchsbaumsterben – Stauden als Ersatz?

Pilz und Schädlinge am Buchsbaum

Was ist zu tun?
Seit einigen Jahren verbreiten sich der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis), ein wahrscheinlich aus Asien eingeschleppter Falter, und ein Pilz (Cylindrocladium buxicola) in unseren heimischen Buchsbaumbeständen.
Zu dem Falter gibt beim Lepiforum die besten Bestimmungshilfen und Informationen.
Eine Bekämpfung ist demnach im Privatgarten am besten mit konsequentem Absammeln der Raupen zu erreichen.
Den Pilz erkennt man an dunkelbraunen Blattflecken, und später mit weißlichem Sporenbelag auf der Unterseite der Blätter. An den Trieben sind schwarze Längsstreifen sichtbar. Fungizide wirken nur vorbeugend.

Befallene Pflanzenteile sollten entfernt und über den Restmüll entsorgt werden. Noch besser wäre das Verbrennen. Auf gar keinen Fall sollten Sie das Schnittgut kompostieren!
Feuchtwarmes, schwüles Wetter fördert die Verbreitung. Sie sollten für einen luftigen Standort sorgen.
Beim Gießen achten Sie bitte darauf, dass nur der Boden nass wird.
Eine Kalidüngung im Sommer lässt die Triebe härter und widerstandfähiger werden.

Diese Tatsachen sollten aber auch zum Nachdenken über Alternativen zu dieser vielerorts beliebten Heckenpflanzen anregen.

Was wäre da ein Ersatz?
Es gibt verschiedene Stauden, die auch strauchig wachsen und in grünarmer Zeit für Struktur im Garten sorgen. Da wären zum Beispiel kompakte Lavendel Sorten und Santolina, das Heiligenkraut.
Salvia officinals, Rosmarin und Hyssopus, der Ysop machen sich in der Rolle als Heckenpflanze auch ganz gut.
Eberraute ist auch dafür geeignet, muss aber häufiger zurück geschnitten werden.
Bedenken Sie aber, das diese wintergrünen Kräuter aus dem mediterranen Bereich stammen, der feuchte Halbschatten, den der Buxus gut verträgt ist für diese Pflanzen nicht so gut geeignet. Sie wollen Sonne und gern Trockenheit.
Und außerdem ersetzen die Kräuter nicht so recht das Bild vom Barockgarten.

Der immergrüne Teucrium lucidrys lässt sich auch gut zur Einfassung verwenden, ist er doch im Charakter dem Buchsbaum am ähnlichsten.
Nehmen Sie aber nur die oben genannte Sorte und nicht die Wildform Teucrium chamaedrys, diese wächst für diesen Zweck zu stark und bildet Ausläufer.

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