Präriebeete

Präriebeete

Präriebeet

 

Voll im Trend sind zur Zeit die sogenannten Präriegärten.

Sie bilden eine starke Pflanzengemeinschaft, in der die vielfältige Prärielandschaft Nordamerikas nachempfunden wird. Diese Pflanzungen sind sehr ausdrucksstark, übers ganze Jahr attraktiv, ihr Blühschwerpunkt liegt im Hoch- und Spätsommer.

Dazu gehören auch gerade die Gräser in verschiedenen Arten und Sorten , die sich mit den Blütenpflanzen zu prächtigen Wiesen entwickeln.

Die Pflanzen vermehren sich größtenteils durch Selbstaussaat. Die Pflege beschränkt sich größtenteils aus das Auslichten, wenn sich bestimmte Arten zu sehr vermehren. Ok, in der ersten Zeit muss man natürlich ein Auge auf Wildkräuterbewuchs haben, sonst ist die Freude bald dahin, aber wenn sich die Stauden erst einmal etabliert haben, beschränkt sich das Jäten auf ein Minimum.

Im Winter läßt man alles so stehen wie es ist, die abgestorbenen Pflanzenteile werden gern von Insekten und allerlei Kleingetier als Winterschutz genutzt. Auch mit Rauhreif oder vom Schnee bedeckt haben diese Beete einen ganz eigenen, manchmal etwas morbiden Charme.

Im frühen Frühjahr reicht es meistens aus, wenn diese Beete einmal abgemäht werden.

 

Ein großer Pluspunkt ist auch ein guter Bestand in recht trockener und sonniger Umgebung.

 

Eine Voraussetzung für solche Beete ist eine offene Fläche, die nicht von Bäumen beschattet wird und über die auch mal ein Lüftchen wehen kann.

Auch sollte man darauf achten, das der Boden durchlässig ist, am besten ist ein sandig oder kiesiger Untergrund.

Zum Mulchen, wenn es denn erwünscht ist, eignen sich in Prärieanlagen eher mineralische Mulche, Natursteinschotter oder Lavastein.

 

Erwarten Sie allerdings keine klinische Ordnung und Sauberkeit in solchen Beeten, Sie zeigen eher eine Natürlichkeit im Werden und Vergehen, bieten Insekten und anderem Kleingetier Raum und Nahrung.

 

Sollten Sie mal in der Nähe von Weinheim bei Heidelberg sein, so empfehle ich Ihnen den Besuch des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof. Dort werden solche Anlagen schon seit einigen Jahren erfolgreich getestet und den Besuchern vorgestellt.

Meiner Ansicht nach ist der Eintritt sogar kostenfrei, aber garantieren will ich das jetzt nicht.

 

Als Pflanzen eignen sich gut (Am Besten die Wildarten oder Sorten mit Wildcharakter):

Echinacea purpurea, Echnicaea pallida, Echinacea paradoxa, Ratibida, Muskatellersalbei, Perovskia, Santolina, frühe Wildtulpen, Helenium, verschiedene Allium Arten und Sorten, hohe Sedum, Monarda, Astern, Liatris, Asclepias, Verbascum, Knautia, Vernonia, Sylphium, Lavendel, Coreopsis, Achillea, Rudbeckia, Solidago, Hemerocallis, Rudbeckia, Gaillardia, Helianthus

und viele viele andere.

 

Gräser:

Stipa Tenuissima (Nasella), Stipa Arten, Pennisetum, Calamagrostis brachytricha. Eragrostis spectabilis, Schizachyrium, Sporobolis heterolepis, Sorghastrum und natürlich Panicum virgatum.

(Wer nicht unbedingt nur Nordamerikas Flora unterbringen möchte, dem seien die japanischen Miscanthus sinensis und das europäische Calamagrostis acutiflora ‚Karl Foerster‘ empfohlen, die passen perfekt dazu)

 

Sicher gibt es noch jede Menge anderer Pflanzen, die damit gut zurecht kommen.

 

Sie sollten immer bedenken, dass Sie bei einer größeren Fläche die größte Vielfalt an Pflanzen unterbringen können und auch die schönste Wirkung damit erzielen.

Auf einigen wenigen Quadratmetern von jeder Sorte nur eine Pflanze unterzubringen ist oft nicht so ganz optimal, sieht meistens eher ‚gewollt‘ aus, wie eine Möchtegernwildnis 😉 , ‚Wilde‘ Präriebeete überzeugen oft erst ab einer gewissen Größe.

Bei kleineren Flächen ist es dann oft besser, sich auf weniger Arten zu beschränken und diese gut strukturiert anzulegen.

 

Wenn genug Platz vorhanden ist, ist es auch sehr gut möglich an den Rändern noch mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Oregano unterzubringen. Dann schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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