Das Hügelbeet

 

26. Februar 2012

Es hat sich einiges getan über Herbst und Winter und ich habe noch nichts davon geschrieben.

Das werden wir dann mal schnell nachholen.

Das Hügelbeet

Im Herbst hat Florian sich entschlossen, ein Hügelbeet für unser Gemüse zu bauen. Das ist  eine sehr alte Anbauform für Gemüse. Durch die Krümmung vergrößert sich die Anbaufläche um ein Drittel, die Verrottungswärme und die steilere Sonneneinstrahlung erwärmen den Boden gut und lassen die Pflanzen besser wachsen, auch trocknet es nach Regengüssen eher ab und vermindert so das Risiko für Pilzkrankheiten.

Als erstes musste er dafür die verfilzte Grasnarbe etwa zwei Meter breit abtragen. (Wir sammeln übrigens die überschüssigen Grasplacken hinter der Terrasse, dort soll ein durchlässiger Wall entstehen, eventuell für verschiedene südafrikanische Pflanzen, ein kleiner Tafelberg sozusagen)

Dann werden als Unterkonstruktion Äste in verschiedenen Stärken aufgeschichtet ca. 60 cm breit und 40 cm hoch), darüber kommt erst eine 10 cm dicke Schicht aus umgedrehten Grassoden, die dann mit Laub, frischen Gartenabfällen (leider waren unsere Äpfel derart wurmstichig, dass sie nicht mehr zur Verwertung taugten) ca. 30 cm dick abgedeckt wird. Über diese Schicht gibt man dann noch eine 15 cm dicke Lage gut verrotteten Kompost und deckt diesen dann mit normaler Gartenerde ab. Natürlich sollte man bei solch einer Anlage auch bedenken, dass man häufiger gießen muss, als in einem flachen ‚gewachsenen‘ Gartenboden.

Das klingt jetzt sehr einfach, ist aber eine Hundearbeit wie man auf den Fotos gut erkennen kann.

Die Fruchtfolge und den Anbau müssen wir an die Stickstoffversorgung anpassen. Im ersten Jahr werden nur Starkzehrer angebaut:

Kürbis, Zucchini, Lauch, Gurken, große Kohlarten, vielleicht auch noch einige wenige Sellerie.

Tomaten würden auch gehen, aber die kommen bei uns in den Folientunnel. Wir haben hier im Nordwesten wirklich zu unbeständiges Wetter, um im Freien gute Erträge zu bekommen.

Im zweiten Jahr sind es noch mal die stark nährstoffbedürftigen Pflanzen, die auf das Beet dürfen: Gurken, Zucchini, Fenchel, rote Bete, Kohl und Kürbis.

Im dritten Jahr wird es dann gemäßigter (man kann schon etwas Kompost wieder draufgeben) und die Mittelzehrer kommen auf die Anlage:  Kohlrabi, Möhren, Rettiche, Erdbeeren, vielleicht noch ein paar Mangold.

 

Im vierten Standjahr ist es schon sinnvoll, Kompost dazu zu geben und den mittel- bis schwachzehrenden Gemüsesorten Raum zu geben:  Erbsen, Salat, Spinat, Rettich und die Erdbeeren bleiben auch noch ein bisschen.

Im 5 Jahr wachsen dann auf dem Hügelchen, es sinkt von Jahr zu Jahr, Zwiebeln, Möhren, Radieschen, Spinat und immer noch Erdbeeren.

Anschließend wird es für Kartoffeln gebraucht. Wahrscheinlich ist dann nur noch eine leichte Erhebung zu sehen. Bis dahin wird aber bestimmt schon wieder ein neues Hügelbeet gebaut worden sein. Wo sollen wir sonst leckeren Kürbis und Zucchini anbauen?

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Eine Antwort zu Das Hügelbeet

  1. burdack tamara schreibt:

    hallo bin froh euch gefunden zuhaben großes lob macht weiter…. so ist sehr inspirierend

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