Erdbeeren, Fragaria x ananassa

Erdbeeren, Fragaria x ananassa

Erdbeeren… da sitze ich jetzt im tiefsten Winter und schreibe einen Blogbeitrag über Erdbeeren.

Ich träume vom Sommer, von süßen saftigen Früchten, von Erdbeer-Sekt Torte, Erdbeerpudding, Erdbeerbowle…. Der Schnee rieselt langsam auf den Boden.   Erdbeeren mit Schlagsahne, Erdbeerparfait…..

Das ist schon verrückt, sagt aber viel über die Bedeutung dieser schönen Nutzpflanze aus.

Erdbeerbeet mal anders

Erdbeerbeet mal anders

Die Erdbeere ist an sich keine Beere, sondern wie die Ananas eine Sammelnussfrucht. Die Vermehrungsorgane oder Früchte sind die kleinen grünlich gelben Nüsschen, die auf der Erdbeere sitzen. Diese ist eigentlich ein roter, fleischig verdickter Blütenboden. Durch diese Samen der Erdbeere vermehrt sie sich. Das ist aber nur für Wildpflanzen oder für die Züchtung relevant. Unsere Nutzerdbeerarten werden vegetativ durch Ausläufer vermehrt.

Dies macht man am sinnvollsten nach der Ernte im August. Von gut tragenden oder besonders leckeren Pflanzen werden die an Ausläufern sitzenden Kindel mit Wurzelansatz ausgegraben und von der Mutterpflanze getrennt und in neue vorbereitete Beeten wieder eingesetzt. Erdbeerbeete sollen tiefgründig, humos und vollsonnig sein. Optimale Fruchtfolge wäre nach Frühkartoffeln oder Erbsen (Stickstoffsammler!) Man pflanzt die Ableger nicht zu tief, das Herzblatt sollte gerade noch herausschauen,  im Abstand von etwa 30 cm in der Reihe, der Reihenabstand sollte 80 cm nicht unterschreiten, damit man noch Platz hat zum Ernten.  In die Pflanzlöcher kann man, wenn der Boden nicht nährstoffreich ist, noch Kompost, gemischt mit Steinmehl geben, um den Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen. Im Hochsommer ist natürlich bis zum Anwachsen für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen. Auch ein Mulchen mit Laub, Nadeln und Schreddergut wird gut vertragen und  hält die Feuchtigkeit.

Vor der Ernte ist es sinnvoll, die Büsche mit Stroh zu unterlegen, damit die Früchte sauber bleiben und nicht von Spritzwasser verschmutzt werden. Das hält die Früchte auch trockener und schützt vor dem gefürchteten Grauschimmel.

Erdbeeren tragen 3-5 Jahre gut,  dann geht die Erntemenge stark zurück. Es lohnt sich, in jedem Jahr im Hausgarten eine neue Reihe anzulegen, um einem Ernteabfall entgegen zu wirken. Die Sorten richten sich nach eigenem Geschmack. Gerne werden in Privatgärten alte Sorten angepflanzt.

Mara des Bois, Mieze Schindler, Königin Luise, Senga Sengana usw. sind alte Sorten, die im Feldanbau nicht mehr genutzt werden, weil die Früchte keine längeren Transportwege vertragen.

Mieze Schindler: Alte Liebhabersorte, sehr aromatisch, spätreifend, braucht unbedingt eine andere Sorte als Pollenspender, da sie nur weibliche Blüten trägt.

Senga Sengana: Bekannte Hausgartensorte mit süßen, aromatischen durchgefärbten Früchten. Sie eignet sich zum Frischverzehr, für Marmeladen, für Kuchen und auch zum Einfrieren.

Elsanta: Diese Sorte ist zur Zeit eine der meist angebauten Sorten. Sie wird auch in großen Mengen im Feldanbau verwendet. Auch sie eigent sich für alle Verwendungsarten und ist transportfähig und lange haltbar.

Korona: Leuchtend hellrote Früchte und eine lange Haltbarkeit machen diese Sorte sehr beliebt.

Polka:  Glänzend rote Früchte, gleichmäßig, haltbar, aromatisch und durchgefärbtes Fruchtfleisch sprechen für diese Sorte. Sie fühlt sich in schwerem Boden wohl und braucht ausreichend Feuchtigkeit.

Königin Luise: Eine interessante, etwa hundertjährige Sorte, mit ausgeprägtem Walderdbeeraroma und unwiderstehlichem Erdbeerduft. Sie braucht zum Entwickeln dieser Eigenschaften einen nährstoffreichen guten Boden und einen vollsonnigen Standort. Natürlich lässt sich der Ertrag mit den modernen Massenträgern nicht vergleichen, auch sind die Früchte kleiner. Allerdings wird man für seine Arbeit mit dieser alten Sorte durch wirklich besonderes Aroma belohnt.

Mara des Bois:  Auch diese Sorte aus Frankreich  hat ein ausgeprägtes Walderdbeeraroma, überzeugt aber durch ihre lange Tragezeit von Juni – Oktober.

Einige andere Sorten, (Malling Pearl, Marieva Macherauch, Honeoye) haben wir auch bereits im Test und in der Vermehrung. Wir werden das hier bei Gelegenheit erweitern.

Natürlich gibt es bei uns auch Walderdbeeren, aber dazu demnächst an dieser Stelle.

Erdbeerparfait:

  • 2 Eiweiß steif schlagen
  • 75 g Zucker dazugeben
  • 75 g Puderzucker unterheben
  • 1 Blatt Gelantine nach Packungsangabe einweichen , mit
  • Zitronensaft von einer halben Zitrone wärmen und auflösen
  • 175 g Erdbeeren  pürieren mit Gelantine/Zitrone mischen und vorsichtig mit der Eiweißmasse verrühren
  • 200 g Schlagsahne steif schlagen und unter die Masse heben

Eine ausreichend große Form mit Frischhaltefolie auslegen und anfrieren lassen. Wir lassen es immer ca. 4-5 Stunden im Gefrierfach.

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