Helleborus

Helleborus – Nieswurz Helleborus_Yellow_Lady

Diese Gattung der Nieswurz wird auch Lenzrose, Christrose oder Schneerose genannt. Es gibt 15 – 25 Arten, die von Süd-, West- und Osteuropa über Kleinasien und den Kaukasus bis China vorkommen. Viele der Arten kommen nur sehr begrenzt vor, sind oft endemisch. Helleborus wachsen in Wäldern und Gebüschen, auf Wiesen und zwischen Felsen meist auf kalkhaltigen Böden. Alle Helleborus sind giftig. Helleborus sind krautige, ausdauernde Pflanzen mit meist geteilten Laubblättern.

Helleborus_argutifolius_1Grundsätzlich lassen sich Nieswurze in zwei Gruppen einteilen: die stammbildenden Arten (H. argutifolius, H. foetidus, H. lividus, H. vesicarius) und die stammlosen Arten, die bis auf zwei alle ihr Laub zum Herbst hin einziehen und im Wurzelstock überwintern. Wintergrün sind Helleborus siculus und Helleborus orientalis sowie deren Hybriden. Nieswurz bilden bis zu 45 cm hohe verzweigte Blütensprossen mit 2-5 nacheinander aufgehenden Blüten. Das Farbspektrum reicht von hellrosa bis dunkelviolett und schwarzblau und von weiß über gelb bis grün.

Die Blüten bestehen aus 5 Hüllblättern, die bis zur Samenreife stehen bleiben, und kranzförmig angeordneten Blütenblättern mit zahlreichen Staubgefäßen, die nach der Bestäubung abfallen. Bei stammbildenden Arten stirbt der ganze Blütentrieb ab, neue Triebe entwickeln sich bald. Auch die Samenstände, eine vielsamige Balgfrucht, bilden einen schönen Gartenschmuck. Einige Nieswurz können sich versamen, fallen dann aber teilweise nicht echt, sodass unterschiedliche Sämlinge keimen.

Helleborus_foetidusLeüßkraut (Auszüge wurden gegen Läuse verwendet) oder Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) ist seit dem Altertum bekannt und vermutlich mediterranen Ursprungs, Helleborus viridis und Schwarze Nieswurz (Helleborus niger) wurden schon im Mittelalter zu Heilzwecken verwendet. Der Volksmund kennt Namen wie Stinkkraut, Wolfskraut, Jauchenblume, Teufelskraut oder Christwurzel und Feuerwurzel. Der pulverisierte Wurzelstock wurde als Herzmittel und als urintreibendes, entwässerndes Medikament eingesetzt. Jedoch wurde vor der Überdosierung und damit einhergehenden Vergiftungen gewarnt.

Schon im 19. Jahrhundert wurden Helleborus gezüchtet. Grundsätzlich lassen sich alle stammlosen Arten miteinander kreuzen. So ist mit der Zeit ein riesiges Sortiment an Varietäten entstanden, welches in den letzten Jahren durch gefüllte Sorten und neue Farben- und Blütenformen bereichert wurde und ständig wird. Weitere Zuchtziele sind momentan standfeste, haltbare Blüten zum Schnitt und reichblütige Pflanzen für Kästen, Schalen und Kübel. Vitale und charismatische, winterharte Gartensorten sollten jedem Züchter und Gärtner aber wichtiger sein.

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