Epimedium, Elfenblume

Epimedium – Elfenblume

 

Epimedium x perralchicum 'Frohnleiten'

Epimedium x perralchicum ‚Frohnleiten‘

Ursprünglich als Sockenblume bekannt, fand Karl Förster, dass dieser Name der Schönheit der Epimedium nicht gerecht wird und benannte sie neu als Elfenblume. Vielleicht deshalb, weil die zarten, sternförmigen Blüten im Schatten über und zwischen herzförmigen Blättern schweben.

 

Epimedium kommt mit ca. 40 Arten im gemäßigten Asien und im Mittelmeerraum vor, die meisten Arten sind winterhart. Das Farbspektrum der Blüten reicht von weiß über rot und violett bis zu Orange- und Gelbtönen. Die meisten Arten erwecken den Anschein, immergrün zu sein, da sie ihr altes Laub bis zur Bildung der neuen Blätter behalten. Einige ziehen aber auch im Herbst ganz ein. Viele Elfenblumen bekommen eine auffällige, rote Herbstfärbung.

 

Alle Epimedium lieben schattige, humose Plätze zwischen und vor Gehölzen. Sie bilden

Epimedium x perralchicum ''Frohnleiten'

Epimedium x perralchicum “Frohnleiten‘

dichte, kriechende Matten und sind damit sehr konkurrenzstark, ohne zu wuchern. Bis direkt an Baumstämme können Elfenblumen wachsen und sind meist auch gut trockenheits- und wurzeldruck-verträglich. Die immergrünen Arten sind ganzjährige Bodendecker und gute Laubschlucker. Die Blätter und Blüten finden in der Floristik Verwendung.

 

Epimedium-Arten kreuzen sich in der Natur gelegentlich untereinander. So ist eine große Vielfalt an Hybriden entstanden. Pflanzenjäger und –sammler finden immer neue Varianten, die dann zur Züchtung verwendet werden. Zuchtziele sind Blütengröße und –farbe, Winterhärte und gesundes sowie gefärbtes Laub.

Das Sortiment der so genannten „Westlichen Gruppe“ ist seit langem in vielen Gärten vertreten. Die Sorten sind bestens angepasst an die Ansprüche unserer Gärten.

 

Alle immergrünen Arten und Sorten sind sehr langlebige, robuste Gartenstauden. Sie benötigen wenig Pflege und Aufwand. Im Frühjahr bildet sich meist während der Blüte das neue Laub und das alte stirbt ab. Schneidet man beim Erscheinen der ersten Blütentriebe die alten Blätter zurück, kommt der dekorative Neuaustrieb und die Blüte voll zur Geltung. Kahlfröste können dann allerdings Schäden anrichten, also bei exponierten Lagen besser nicht zu früh oder gar nicht zurückschneiden. Geben Sie im Frühjahr bei offenem Boden Kompost oder etwas Langzeitdünger. Als Bodendecker benötigt man 8 Stauden /m² von Sorten wie „Frohnleiten“ oder „Sulphureum“. Gute Nachbarn sind Aster divaricatus, Herbstanemonen, Carex `Icedance` oder Maiglöckchen.

 

Epimedium grandiflorum 'Lilafee'

Epimedium grandiflorum ‚Lilafee‘

Die Elfenblumen, die ihr Laub abwerfen und einziehen, überwintern am besten unter einer leichten Laubdecke. So sind sie vor Nässe und Kahlfrösten geschützt. Auch ein zu früher Austrieb bei Warm-Phasen im Winter ist so geschützt. Laubabwerfende Epimedium sind nicht so konkurrenzstark wie die immergrünen Arten. Sie wachsen auch eher langsam, bilden aber mit der Zeit kräftige Horste. Sie benötigen mehr Pflege und sollten im Schattenbeet mit nicht wuchernden Stauden wie Helleborus, Hosta, Heuchera, Brunnera, Farnen und Schattengräsern gepflanzt werden. Bedenken Sie auch die niedrige Wuchshöhe, damit die schönen Elfenblumen nicht zwischen höheren Pflanzen untergehen. Für flächige Bepflanzungen müssen 12-15 Pflanzen /m² verwendet werden. Ansonsten setzen Sie Epimedium grandiflorum- und Epimedium x youngianum-Sorten in Gruppen von 3-5 Pflanzen. Beim Pflanzen und jedes Jahr im Frühjahr mögen Elfenblumen etwas Kompost oder Langzeitdünger.

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