Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen
Diese heimische Wildstaude kommt ,wie ihr Name schon sagt, in Gebüschen, in krautreichen Laub- und Nadelwäldern, aber auch in mageren Bergwiesen vor. Sie wächst sowohl in der Ebene als auch auf 1800 m in den Alpen. Als Mullbodenpflanze mit flachem, kriechendem Wurzelstock kommt das Buschwindröschen mit fast jedem Boden zurecht. Die Pflanze wächst vor spätaustreibenden Gehölzen wie großen Bäumen und erhält im Frühjahr reichlich Licht und Wasser. Schnell entwickelt sie Blätter und Blüten, bevor die austreibenden Bäume, oft Buchen, Licht und Wasser wegnehmen. Dann zieht sich das Buschwindröschen in den Wurzelstock zurück und übersteht so die Trockenheit im Sommer. Anemone nemorosa gehört damit zu den Frühjahrsgeophyten, die alle diese Überlebensstrategie verwenden. (Galanthus, Crocus, Scilla, Ranunculus ficaria, Allium ursinum und viele andere zwiebel- oder knollen-bildende Stauden.

 

Buschwindröschen sind seit dem Altertum als Wildpflanze bekannt, jedoch ohne erfasste Wirkung und Verwendung. Früher wurden sie botanisch auch ranunculus nemorosus genannt, nach der Familie, den Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse). Der Volksmund kennt hunderte von Namen für die schöne Frühlingsstaude, z. B. Mehlblüemli, Milchblüemli, Käsblume, Schmalzblume, Speckblume, Hemdscheißer, Altweibergras, Windeli, Schlodderblume, Kräjenblummen, Bettseicher, Brandblume, Gichtblume und Kaffeeblume.

 

 

Anemone nemorosa 'Robinsoniana'

Anemone nemorosa ‚Robinsoniana‘

Auch bei der Anemone nemorosa gibt es einen großen Unterschied zwischen der üblichen Verwendung der Staude im Garten, bei der für eher sonnige Partien vor Gehölzen großflächig die in Gärtnereien kultivierte „Wildform“ eingesetzt wird, und dem seit Jahrhunderten erweiterten Sammlersortiment, wo Naturfindlinge aus ganz Europa, Asien, Nordamerika sowie Auslesen und Kreuzungen zusammengetragen und getauscht werden. Es gibt vermutlich hunderte Namenssorten, oft unter irreführenden Doppelbenennungen und Verwechslungen, denn der Teufel steckt im Detail: Blütengröße, Färbung (weiß über rosa bis blau), einfach- oder gefüllt, Wachstum und Blattwerk. Die bekanntesten Sorten sind „Alba Plena“, „Robinsoniana“ , „Vestal“, „Grandiflora“.

 

 

Schon Leonhart Fuchs beschreibt das „weiß waldhenle“ 1543 als wild vorkommende Form des Hahnenfuß. Verwenden Sie Anemone nemorosa zur naturnahen Unterpflanzung von Gehölzsäumen. Mit der Zeit bilden Buschwindröschen einen dichten Teppich, schützen so gegen Wildkraut und schlucken auch Laub. Lassen Sie die Laubdecke liegen, hacken Sie nicht (Sie würden die Wurzeln der Pflanze verletzen) und ziehen Sie nur gelegentlich Gehölze wie Traubenkirschen, Buchen, Eichen etc. heraus. Waldmeister (Galium odoratum) verträgt übrigens bei genügend Feuchtigkeit ähnliche Standorte und ist ein duftender Nachbar.

Mein Tip: Buschwindröschen wirken am besten in größeren Gruppen. Pflanzen Sie deshalb immer mindestens 3 oder 5 Stück als Gruppe zusammen.

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