Mulchen

Mulchen, eine Arbeit, die viel Arbeit spart.

Eine dünne Mulchschicht in den Beeten hält die Erde locker und feucht, unterdrückt Unkräuter und schützt die Erde.

Im Mai, wenn sich die Erde genügend erwärmt hat, kann es losgehen. Es eignet sich getrockneter Rasenschnitt, Stroh, Laub und eigenes Häckselgut.  Auch Kompost, auch wenn er noch nicht ausgereift ist, lässt sich gut verwenden, er zersetzt sich weiter und liefert gute Nährstoffe. Nicht umsonst nennt man ihn auch ‚das Gold der Gärtner‘.

Mit Rindenmulch sollte man vorsichtiger sein, er enthält Gerbstoffe, die das Pflanzenwachstum hemmen können. Ihn setzt man daher eher dünn unter Gehölzen ein. Für Staudenbeete nimmt man eher eine dünne Schicht Rindenhumus, er ist weiter zersetzt. Dann ist noch zu bedenken, dass die Mikroorganismen die Holzmulchmaterialien zersetzen, selber Stickstoff benötigen. Das heißt, Sie müssen in mit Hölzern gemulchten Beeten mehr düngen.

Es gibt auch noch bunten Dekomulch aus eingefärbten Holzstückchen. Naja, mein Geschmack ist der nicht, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ;). Für den gilt das gleiche wie beim Rindenmulch.

Diese organischen Mulche halten durchschnittlich zwei Jahre, dann sind sie von den Bodenlebewesen abgebaut und wir Gärtner müssen wieder nachlegen. Dabei kommt die Haltbarkeit auf das Material und auch auf den Boden an.

Mineralischer Mulch aus Muscheln, Schotter, Kies oder Gesteinsplitt ist auch sehr schön in trockenen Beeten zu verwenden. Die Steine liegen lange Jahre und bauen sich im Gegensatz zu organischem Mulch nicht ab.  Nur sollte man sich im Klaren sein, dass sich auch dort Algen und Flechten ansiedeln und Samenunkräuter zufliegen.  Ohne Pflege kommt man hier nicht aus.

Mulch aus Lava speichert oben Wärme und unten Feuchtigkeit. Das ist in bestimmten Lagen von Vorteil.  (Weinanbau auf Lanzarote), auch sorgt er für eine bessere Bodendurchlüftung. Er ist strukturstabil und sieht in mediterranen Beeten wirklich gut aus. Auch längerfristig verbessert er verdichtete Hausgärten. Für lehmigen staunassen Boden ist auch eine Einarbeitung von Lava von Vorteil.

Kleiner Tipp:

Nutzen Sie nicht zu viele Materialien nebeneinander, einheitliche Flächen wirken ruhiger.

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