Pennisetum, die Zweite

Pennisetum Lampenputzergras Federborstengras

Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal dieses Thema angerissen, aber weil im Moment dazu so viele Anfragen im Shop kommen, gibt es das noch mal ausführlicher mit den  feinen Unterschieden zwischen den Arten und Sorten.

Pennisetum 'Cassian'

Pennisetum ‚Cassian‘

Im Frühherbst ist  große Zeit der Pennisetum, auf  deutsch Lampenputzergras oder Federborstengras. Es ist einfach zu schön, wenn an kühlen Frühherbsttagen die Tautropfen in ihren Blüten schillern und sich leichte Nebel über die Beete wallen. Dafür lohnt es sich schon, eine Stunde eher aus den warmen Federn zu steigen.

Pennisetum lieben allesamt sonnige, warme Plätze mit einem nahrhaften, durchlässigen Boden. Schnecken haben bei ihnen keine Chance. Gegen Krankheiten sind diese Gräser nicht anfällig. Verärgern kann man sie jedoch in allzu rauen Lagen und durch permanente Winternässe.

Die Pennisetum alopecuroides werden fast alle durch Teilung vegetativ vermehrt, so dass die Eigenschaften erhalten bleiben, allein Pennisetum alupecuroides als Art wird generativ vermehrt. Deswegen sind sie auch nicht so homogen, was aber in einem Naturgarten auch nicht unbedingt gewollt ist.

Hier ist ein Überblick der Sorten, die hierzulande, die staudigen auch bei uns, erhältlich sind:

Name botanisch Höhe in cm Blütenfarbe Verwendung Besonderheiten
Pennisetum alopecuroides ‚Little Bunny‘ 10-30 Gelblich-braun Kleine Gruppen im Vordergrund des Staudenbeetes, Tröge, Kübel, Steingarten Blüht in kalten, regnerischen Sommern nicht immer zuverlässig, nicht zu trocken und karg pflanzen
Pennisetum alopecuroides veg. Sämling 80 – 120 Gelb-braun Staudenbeet, Kübel, Landschaftsbau Fällt häufig leicht unterschiedlich aus
Pennisetum alopecuroides ‚Hameln‘ 70 – 80 Gelb-braun Staudenbeet, Kübel, Landschaftsbau Auf der internationalen Gartenschau in Hamburg -Wilhelmsburg wurde es in riesigen Mengen verarbeitet, traumhaft
Pennisetum alopecuroides ‚Cassian‘ (Cassian’s Choice) 80 – 90 Helle flauschige Wedel deutlich über den Halmen Staudenbeet, Kübel, Freifläche Wertvolle Auslese mit gelb-oranger Herbstfärbung, ausgewogener breiter Wuchs, reich- und frühblühend
Pennisetum alopecuroides ‚Compressum‘ 90-120 Gelb-braun, tolle leuchtend gelbe Herbstfärbung Staudenbeet, Freifläche Breitwüchsig, robust
Pennisetum alopecuroides ‚Herbstzauber‘ 80-110 Gelb-braun, ansprechende Herbstverfärbung Staudenbeet, Freifläche, Kübel Eine etwas höhere Sorte mit einem schönen Wuchs und reicher Blüte
Pennisetum alopecuroides ‚Weserbergland 60-80 Erst leicht rosig, dann gelb braun, später rotbraun verfärbend Staudenbeet, Freifläche, Kübel Etwas feiner, apart, wunderschön im herbstlichen Nebel und Morgentau
Pennisetum alopecuroides ‚Japonicum‘ 90-130 Rötlich-braun mit kleinen Federchen an der Spitze Staudenbeet, etwas geschützt pflanzen, ‚Japonicum‘ ist nicht ganz so robust, wie die Vorgängersorten Imposantes Lampenputzergras für warme sonnige Plätze, am besten im Frühjahr  oder Sommer pflanzen
Pennisetum alopecuroides ‚Goldstrich‘ 80 Wie Hameln, nur sattgelbe Blütenstängel Staudenbeet, Freifläche, Kübel Kompakt, reichblütig, steht neben Gelbstiel und da ist nicht viel Unterschied
Pennisetum alopecuroides ‚Gelbstiel‘ Verhält sich wie Hameln, nur mit gelben Blütenstielen
Pennisetum alopecuroides ‚Magic‘ 80-100 Rotbraune, dichte Walzen mit flauschiger weißer Spitze Staudenbeet, Kiesbeet, Freifläche ‚Magic‘ sieht ‚Japonicum‘ sehr ähnlich, soll aber robuster sein
Pennisetum alopecuroides ‚Moudry‘ 90 Dunkel violette, dicke Walzen, spätblühend, erst ab Ende September Staudenbeet, geschützter warmer sonniger Platz Sehr auffällig und wunderschön, blüht allerdings am besten in geschützten warmen Lagen und heißen Sommern
Pennisetum alopecuroides var. viridescens 90-100 Sehr dunkle walzenförmige Blütenstände, prachtvoll Staudenbeet, Freifläche, große (!) Kübel Breites tiefgrünes Laub, imposante Erscheinung
Pennisetum glaucum, ‚Purple Majesty‘Perlhirse oder Purpurhirse 120 Aufrechte, tiefrotbraune Kolben, dunkles Blatt, sehr schön zu Rudbeckien oder Helenium, Büte von August bis Oktober Beet, Rabatte Einjährig, im Oktober etwas Samen ernten und im Frühjahr wieder aussäen! Im Wintergarten oder Gewächshaus überwintern klappt nicht.
Pennisetum macrourum,afrikanisches Lampenputzergras 120-140 Lange hellbraune Blütenstände, reichblühend Kübel, Staudenbeete,Schön auch zu Dahlien und mit Verbena bonariensis Es wird teilweise als winterhart angeboten, aber ich weiß nicht so recht….Etwas Samen abnehmen wird wohl nichts schaden.

Es stehen ein paar im Beet und wir schauen mal, im Frühjahr gibt es mehr Infos dazu.

Pennisetum orientale 50-60 Weiche, leicht rosige, später silbrige Ähren, Blüte bereits ab Ende Juni Staudenbeete, geschützte Lage Kommt  hier nur an sehr geschützten Plätzen gut über den Winter, treibt aber recht spät aus.

Lange Blütenstiele, sehr gefällig

Pennissetum orientale ‚Tall Tails‘ 90-120 Erheblich größere und längere Blütenstände als die Art, jedoch mit den gleichen guten Eigenschaften Staudenbeete, geschützte Lagen S.o.
Pennisetum orientale ‚Karley Rose‘ 50-120 Leicht rosa fedrige Blütenstände, die sich später rosa-silbrig verfärben, etwas kräftiger gefärbtes grünes Laub Staudenbeete, geschützte Lagen Bei uns im Norden erheblich winterhärter und robuster als die Art, treibt spät aus. Ich hatte sie auch schon als verloren angesehen und plötzlich, im Mai kamen die ersten Blättchen, im Hochsommer waren sie dann voll wieder da.
Pennisetum sectaceum

Sorten unter anderen:

Fireworks, tiefrotes Laub

‚Rubrum‘, tiefrotes Laub

‚Sky Rocket‘, grün-weiß panaschiere Blätter, ca. 100 cm hoch

50-60 Grau-beige, sich neigende flauschige Blütenstände, blüht von Juli-Oktober Kübel, Staudenbeete, sonnig und trocken Ist nicht winterhart, FRÜHES Einräumen vor den ersten Frösten in den Wintergarten oder Gewächshaus, hell und frostfrei, aber nicht zu warm überwintern, lässt sie den Winter jedoch ganz passabel überstehen. Nicht zu nass halten, Winternässe begünstigt einen frühen Tod.
Pennisetum villosum 40-50 Cremeweiße fedrige Blütenstände, sehr weich, reichblütig, blüht bereits ab Juli Sommerblumenrabatten, Kübel, als Füllpflanze in StaudenbeetenMan sieht sie häufig in Parks und Gartenschauen Einjährig, reifer Samen kann abgenommen und im Frühjahr a frostfrei ausgesät werden, ab Mitte Mai ins Freie pflanzen

 

Pennisetum macrourum

Pennisetum villosum Pennisetum villosum

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Hosta oder Funkien

Hosta – Funkien (niemals Hostien ;))

Hosta nigrescens

Hosta nigrescens

Eine schier unglaubliche Menge an verschiedenen Hosta Arten und Sorten sind mittlerweile auf dem Markt und in Sammlungen zu finden. Hier sind sie bei uns im Shop:

Zauberstaude-Hosta

Im Jahr 2009 waren sie zur Staude des Jahres gekürt worden, was ihrer sowieso schon steigender Popularität noch mal einen Aufschwung gab. Es ist für jeden Platz und Geldbeutel etwas da.

 

Hosta 'Niagara Falls'

Hosta ‚Niagara Falls‘

Es gibt die Riesen wie Big Daddy,  Sum and Substance, Blue Angel oder die schöne große ‚Niagara Falls‘ mit den grünen, gehämmerten Blättern.

 

 

 

Hosta 'Blue Mouse Ears'

Hosta ‚Blue Mouse Ears‘

Süße kleine wie Blue Mouse Ears, Gold Drops und Ginko Craig sind auch gut für Topfgärten geeignet.

 

 

 

 

 

 

Hosta 'Royal Standard'

Hosta ‚Royal Standard‘

Für den Sonnenschein, natürlich bei ausreichend feuchtem Boden, nehmen wir Birchwood Parky’s Gold, Honeybells, Royal Standard oder White Brim.

 

Hosta 'Frances Williams'

Hosta ‚Frances Williams‘

 

 

 

Im  Schatten sind die buntlaubigen und blauen Sorten am besten geeignet. Der Blauschimmer entsteht übrigens durch ein Wachs, das bei zu starker Sonneneinstrahlung schmilzt und dann  die Blätter beschädigt.

Da wären Halcyon (eine echte Spitzenhosta), Blue Cadet, June, Patriot, Frances Williams und Pizzazz zu nennen.

 

 

 

Manche blühen weiß, wie alle Hosta plantaginea Typen (die duften übrigens auch nach Lilien), Schöne Beispiele sind ‚Aphrodite, ‚So Sweet‘, ‚Royal Standard‘ oder ‚Honey Bells‘

Andere sind zartlila – lavendel, ‚Pearl Lake‚ ist da übrigens herausragend. Sie eignet sich auch ganz vorzüglich für einen Topfgarten. Der sehr gleichmäßige Wuchs und die reiche Blüte sind sehr ansprechend.

Hosta_'Harry van Trier'

Hosta_’Harry van Trier‘

Wunderschön, aber ganz anders ist ‚Harry van Trier‚. Auch diese Hosta ist sehr reichblütig in lila. Sie hat schmal gewellte nach oben hin spitz zulaufende Blätter auf einen rötlichen Stängelgrund.

Mit kräftig lila Glocken an hohen Stielen überrascht uns Hosta ventricosa, die Blauglockenfunkie und Krossa Regal zeigt uns  ihre lavendelblauen Blüten an den höchsten Stielen von bis zu 120 cm, die blaugraue Blattbüschel sind nur um die 50 cm hoch.

 

Als schneckenresistent, gerade bei Funkien ein großes Thema, gelten Big Daddy, Blue Angel, Blue Mouse Ears, Krossa Regal, Sum and Substance, Zounds, Francis Williams, Invincible und Wide Brim.

 

Sie lassen sich übrigens auch perfekt mit Blumenzwiebeln kombinieren. Hier sind Informationen dazu: Blumenzwiebelwiesen und Hosta

 

Im Ammerland gibt es eine schöne (wenn auch noch nicht besonders riesige) Sammlung im Park der Gärten zu sehen. Hier ist der Link dazu:

http://www.park-der-gaerten.de/default.aspx?ID=920

Wenn sie ein bisschen die Augen aufhalten, finden Sie bestimmt auch in Ihrer Region einen gut angelegten Hostagarten. Es gibt viele Sammler, die gerne ein – zweimal im Jahr ihre Gartenpforten öffnen und ihre Schätze zur Schau stellen.

Platz für HostaIch bin auch am Überlegen, hier an einen schattigen Saum einen Hosta Walk anzupflanzen. Platz ist da genug.

Sie sind ziemlich pflegeleicht, wenn man die Schnecken im Griff behält oder ziemlich resistente Sorten mit festen Blättern pflanzt. Funkien beschatten den Boden, damit nicht soviel Unkraut aufkommt und  eine Schicht Mulch vertragen sie sehr gut.

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Phlox amplifolia, Großblatt – Phlox, großblättrige Flammenblume

Phlox amplifolia Großblatt Phlox, großblättrige Flammenblume, Breitblatt-Phlox

Phlox amplifolia

Phlox amplifolia

Dieser Phlox ist seit einigen Jahren eine schöne Bereicherung des Phloxsortiments. Sie sind einfach breiter einsetzbar und weniger empfindlich als Phlox paniculata.

Wunderschöne Sorten wie ‚Augenstern‘, ‚Winnetou‘, ‚Minnehaha‘, ‚David‘, ‚Weisse Wolke‘, ‚Great Smoky Mountains‘, ‚Shemento‘, ‚Waupee‘ und andere Schönheiten rauschen zur Zeit auf den Markt.

Phlox amplifolia 'Waupee'

Phlox amplifolia ‚Waupee‘

Der Züchter Walter Schimana hat einige neue Sorten auf den Markt gebracht und, weil Phloxe in Nordamerika beheimatet sind, ihnen auch Namen aus der Sprache der Ureinwohner gegeben. Hierzulande klingt das manchmal etwas ungewohnt. Ich halte das dennoch für eine gute Idee.

 

 

Augenstern‘, ‚Kleiner Augenstern‘ ‚ Pink Lady‘ und ‚Spätsommer‘ wurden von Zillmer ausgelesen, es sind sehr schöne Sorten.

Phlox amplifolia verträgt zeitweilige Trockenheit, auch mal etwas Wurzeldruck von Gehölzen oder benachbarten Stauden. Sie sind weniger mehltauanfällig als Phlox paniculata, und werden kaum von Blattälchen befallen.

Diese Phloxart ist dem Phlox paniculata sehr ähnlich, die Sorten sind teilweise auch Kreuzungen, hat aber breitere Blätter und etwas mehr Wildcharakter. Das Blütenfarbenspektrum ist auch sehr breit von weiß über verschiedene Rosatöne mit und ohne Auge, bis bläulich (‚Great Smoky Mountains‘ und ‚David’s Lavender‘). Da wird uns in den kommenden Jahren sicher noch viel Neues überraschen.

Phlox_amplfoliaDie Höhe ist mit etwa 90 – 110 cm angegeben, kann aber je nach Standort etwas variieren. Guter nährstoffreicher Boden soll schon mal Wuchshöhen über 150 cm hervorgebracht haben. Ich guck mal, was unser nährstoffreicher Lehmboden mit den Pflanzen macht. Wir haben hier im vergangenen Jahr eine Menge Phlox amplifolia zum Testen gepflanzt.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die sehr lange Blütezeit gerichtet werden. Sie beginnen bereits im Juni und blühen oft bis in den September hinein. Es sollten nur die wirklich verblühten Blütenbälle entfernt werden, nie die ganzen Stängel. Oftmals treiben sie seitlich noch aus und bescheren uns noch eine herrliche Nachblüte.

Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass Phlox amplifolia sich versamt. Dort, wo man die Sämlinge ungehindert wachsen lässt, kann aus einer farblich toll konzipierten Anlage in einigen Jahren eine bunte Phloxwiese entstehen. (Ich mag sowas!) Dies Verhalten sorgt natürlich auch schnell für tolle neue Farben, die man dann auslesen kann.

Phlox amplifolia 'Winnetou'

Phlox amplifolia ‚Winnetou‘

Die Nachbarschaft dieser Phloxe sollte man gut auswählen. Nicht selten stehlen sie der schönen Rose, zu der sie als Begleiter gepflanzt werden, die Schau. Sie sind schon recht dominant mit ihrer langen Blütezeit und den oft pinkigen Farben. Auch ‚David‘, obwohl in der Nichtfarbe Weiß, knallt richtig rein und lässt benachbartes Rot verblassen.

 

 

 

Phlox amplifolia eignet sich auch ganz wunderbar für Präriebeete. Und wie gesagt, auf trockenen auch sandigen, schotterigen oder kiesigen Böden, auf denen man mit Phlox paniculata keinen Erfolg hat, sollte man es mit dem Breitblättigen versuchen. Das klappt meistens wunderbar. Schließlich sollten alle Gartenbesitzer diesen herrlich würzigen, altmodischen, manchmal betäubenden Duft häufig in der Nase haben. Es steht Ihnen zu!

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Garten aufräumen oder man kann sich das Leben auch schwer machen

Garten ‚aufräumen‘?

Im Herbst, oft schon ab September, wird von manchen Zeitgenossen ganz stolz damit geprahlt, dass der Garten bereits winterfertig und aufgeräumt ist.

Früher habe ich mir nichts dabei gedacht: „Ok, die Gartenmöbel sind schon drin, die Terrasse gefegt. Vielleicht wollen sie die letzten schönen Oktobertage nicht im Garten verbringen.“ Aber immer, wenn ich diese aufgeräumten Gärten gesehen habe, sah ich Wüste. Alles war zurückgeschnitten bis auf den Boden, Beete umgegraben und gehackt, kein Fitzelchen Unkraut mehr, die  Kanten sauber abgestochen. Ich sah keine  Gräserhorste mehr, keine Blütenstände, kein Versteck für Wildtiere. Der Rasen war raspelkurz.

Schädlinge und Nützlinge werden gleichermaßen ausgerottet, Wildkräutern und Sämlingen bleibt keine Chance. Bäume sind auf den Stamm zurückgeschnitten, damit sie nicht so viel „Dreck“ machen, Sträucher werden eirund im Hausmeistereinheitsschnitt beschnippelt. Der arme Maulwurf, der pro Jahr sage und schreibe 20 – 30 kg Insekten vertilgt, wird erbarmungslos gejagt.

Was kann man sich doch das Leben leichter machen, wenn man diese Aufräumerei einfach mal sein lässt.

Eryngium mit Raureif

Eryngium mit Raureif

Abgeblühte Stauden sehen im Winter mit Raureif oder Schneehaube ganz entzückend aus.

Sedum mit Schneehaube

Sedum mit Schneehaube

Dichte Gräserhorste rascheln im Wind und bieten manchen Tieren eine gute Zuflucht an kalten Tagen. Bäume sehen am schönsten in ihrer natürlichen Form aus. Denken Sie nur mal an die imposanten Kronen alter Buchen oder die wunderschönen grazilen Birken. Sicher, Totholz und absturzgefährdete Äste müssen mal raus, gar keine Frage; auch Obst muss beschnitten werden, aber dieser radikale Rückschnitt aller Bäume muss nicht sein.

Auch Sträucher wie Forsythien, Flieder, Hartriegel und Deutzien müssen alle paar Jahr mal runter, aber doch kein einheitlicher Rundschnitt in jedem Jahr. Was ist das für ein Verlust an eigenen Formen und Gartenbildern.

tobi1Überschüssiges Laub braucht nur vom Rasen und von den Wegen entfernt zu werden. In den Beeten ist es eine nützliche Humusgabe, die im Winter von vielen Tieren geschätzt wird. Der Igel wird sich über einen dicken warmen Blätterhaufen freuen, seine Jungen bei Ihnen aufziehen und im nächsten Sommer viele Ihrer überschüsssigen Schnecken verputzen.

 

 

 

Haben Sie im Winter schon mal eine Amsel dabei beobachtet, wie sie jedes trockene Blatt im Beet umdreht und nach Futter sucht? Es kommt auch mal eine Gruppe Fasanen, die sich im Gebüsch versteckt und in unbeobachteten Momenten den Vogelfutterplatz stürmen. Fünf Hennen und drei Hähne sind hier häufig zu sehen.

Und Herr Grabowski der Maulwurf? Er wühlt ein bisschen in den Beeten herum, entlockt Grabowskiuns ein leichtes Schulterzucken. Es steht genug da, wirklich kaputt macht er nichts. Schließlich frisst er nur Insekten.

Ab Ende februar, Anfang März, vor dem Austrieb, wird dann moderat geschnitten und gemäht, vieles als Mulch in den Beeten liegen gelassen. Es unterdrückt unerwünschten Wildwuchs und Unkraut, verrottet langsam und dient den Pflanzen als Nahrung. Nach kurzer Zeit ist bereits alles wieder grün und dicht wieder zugewachsen.

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Mulchen

Mulchen, eine Arbeit, die viel Arbeit spart.

Eine dünne Mulchschicht in den Beeten hält die Erde locker und feucht, unterdrückt Unkräuter und schützt die Erde.

Im Mai, wenn sich die Erde genügend erwärmt hat, kann es losgehen. Es eignet sich getrockneter Rasenschnitt, Stroh, Laub und eigenes Häckselgut.  Auch Kompost, auch wenn er noch nicht ausgereift ist, lässt sich gut verwenden, er zersetzt sich weiter und liefert gute Nährstoffe. Nicht umsonst nennt man ihn auch ‚das Gold der Gärtner‘.

Mit Rindenmulch sollte man vorsichtiger sein, er enthält Gerbstoffe, die das Pflanzenwachstum hemmen können. Ihn setzt man daher eher dünn unter Gehölzen ein. Für Staudenbeete nimmt man eher eine dünne Schicht Rindenhumus, er ist weiter zersetzt. Dann ist noch zu bedenken, dass die Mikroorganismen die Holzmulchmaterialien zersetzen, selber Stickstoff benötigen. Das heißt, Sie müssen in mit Hölzern gemulchten Beeten mehr düngen.

Es gibt auch noch bunten Dekomulch aus eingefärbten Holzstückchen. Naja, mein Geschmack ist der nicht, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ;). Für den gilt das gleiche wie beim Rindenmulch.

Diese organischen Mulche halten durchschnittlich zwei Jahre, dann sind sie von den Bodenlebewesen abgebaut und wir Gärtner müssen wieder nachlegen. Dabei kommt die Haltbarkeit auf das Material und auch auf den Boden an.

Mineralischer Mulch aus Muscheln, Schotter, Kies oder Gesteinsplitt ist auch sehr schön in trockenen Beeten zu verwenden. Die Steine liegen lange Jahre und bauen sich im Gegensatz zu organischem Mulch nicht ab.  Nur sollte man sich im Klaren sein, dass sich auch dort Algen und Flechten ansiedeln und Samenunkräuter zufliegen.  Ohne Pflege kommt man hier nicht aus.

Mulch aus Lava speichert oben Wärme und unten Feuchtigkeit. Das ist in bestimmten Lagen von Vorteil.  (Weinanbau auf Lanzarote), auch sorgt er für eine bessere Bodendurchlüftung. Er ist strukturstabil und sieht in mediterranen Beeten wirklich gut aus. Auch längerfristig verbessert er verdichtete Hausgärten. Für lehmigen staunassen Boden ist auch eine Einarbeitung von Lava von Vorteil.

Kleiner Tipp:

Nutzen Sie nicht zu viele Materialien nebeneinander, einheitliche Flächen wirken ruhiger.

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Iris Staude des Jahres 2016

Staude des Jahres 2016

Sehr vielfältig kommt sie daher, die Favoritin, die der Bund der Staudengärtner in diesem Jahr erkoren hat.

Iris oder Schwertlilie

 

Iris reticulata 'Harmony'

Iris reticulata ‚Harmony‘

Ganz früh, fast gleichauf mit den Schneeglöckchen, eröffnen die Iris reticulata und Iris histroides, Zwiebeliris in verschiedenen Farbtönen den Blütenreigen. Sie bleiben sehr niedrig, 5 – 10 cm hoch, lieben durchlässigen Boden, gern steinig mager und schotterig.  Zuviel Staunässe macht ihnen zu schaffen, aber aus  trockenen Anlagen sind sie nicht mehr weg zu denken.

Im April folgen dann Iris bucharica, Geweih-Iris in sanftem gelb mit weiß. Diese Zwiebeliris ist noch ziemlich unbekannt, vielleicht auch, weil sie es eher trocken liebt und in feuchten Beeten nicht sehr langlebig ist.

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Aperge

Ab Mai haben dann die prächtigen Bartiris ihren großen Auftritt. Zuerst blühen, in warmen Jahren schon ab Ende April, die kleinen Zwerge, Iris barbata-nana in verschiedenen Arten und Sorten, anschließend die mittelhohen, Iris barbata-media, im Juni gefolgt von den ganz hohen Sorten (80 – 120  cm), Iris barbata-elatior.

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Earl of Essex

Aber wenn ich das jetzt botanisch genau aufschlüsseln wollte, werden es 10 Seiten. Da lasse ich anderen Spezialisten gern den Vortritt. Das geht schon zu sehr ins Detail.

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Nel Jape

Alle Bartiris haben dicke Rhizome und lieben lehmig sandigen Boden, relativ trocken, aber nicht zu mager. Sie stehen gern in voller Sonne. Gedüngt werden sie im Frühjahr mit Kompost, auf sandigen Plätzen ist auch ein Zuschlag mit Tonmineralen (z.B. Bentonit) empfehlenswert. Wenn nach einigen Jahren die Blühwilligkeit nachlässt, teilt man im Spätsommer-Herbst die Rhizome und setzt sie mit Kompostbeigabe an einen neuen Platz. Sie danken es Ihnen mit erneuter Blütenfülle für mehrere Jahre.

Iris graminea, die Pflaumeniris kommt erst ein wenig unscheinbar mit grasähnlichen Blättern daher. In Steingärten, trockenen Hanglagen und Mauerkronen fühlt sie sich am wohlsten; warm, trocken, locker humoser Boden, das hat sie gern. Kleine purpurviolette Blüten in einer Höhe von etwa 30 cm mit einem zarten Duft, der an reifende Pflaumen erinnert, zeigt sie uns ab Mai bis in den Juni hinein.

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Iris pallida var. dalmatica

Iris pallida und die Auslesen wachsen am liebsten auf warmen, trockenen, schotterigen Plätzen. Die duftenden, hellviolett-blauen Blüten stehen auf gesunden kräftigen Stielen, etwa 60 cm hoch. Der Boden sollte eher mager sein.

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Iris sibirica ‚Teal Velvet‘

Meine Lieblinge sind die Iris sibirica, die Wieseniris, die gleichzeitig oder gleich nach den Bartiris blühen. Sie wachsen hier auf dem fast immer feuchten Marschboden ganz wunderbar, sind gesund und munter, blühen und gedeihen in voller Sonne. Am meisten angetan bin ich von der Sorte ‚Silver Edge‘, große Blüten in einem schönen kräftigen Blau mit einem ganz schmalen silbernen Rand, dazu die eindrucksvolle Höhe von etwa 100 cm, gesunde Blätter, dicke Büsche und blühwillig.

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Iris sibirica ‚Silver Edge‘

Aber wenn die anderen Sorten blühen, schmelze ich meistens auch dahin. Gerüscht wie ‚Ruffled Velvet‘, fein und zart wie ‚Caesar’s Brother‘, zartgelb wie die ‚Welfenfürstin‘, oder fast reinweiß wie ‚Viel Schnee‘. Hier in der Wesermarsch ist aber auch wirklich der optimale Standort. Sie vertragen aber keine Überflutungen. Am Teichrand stehen sie bestens an höherer Stelle als die gelben Teichiris (Iris pseudacorus), die es auch in verschiedenen Sorten gibt und in Gelbtönen blühen, z.B. gefüllt (‚Flore Pleno‘) oder mit cremefarbenden Blüten ‚Creme de la Creme‘, auch ist eine Varietät gezüchtet worden, die grün-gelb gestreiftes (‚Variegata‘)  Laub hat, gerade im Austrieb ist das sehr spektakulär, später vergrünen sie etwas. Die Sorten stehen aber lieber etwas höher und nicht ganz im Wasser.

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Iris ensata ‚Aquamarin‘

Die japanischen Iris, Iris ensata oder Iris kaempferi vertragen auch gut Feuchtigkeit, aber nur vor der Blüte lange Staunässe oder Überflutungen. Danach und auch im Winter stehen sie eher trocken. Man kann sie am Teichrand, aber nicht direkt ins Wasser pflanzen. Ihre natürliche Herkunft sind japanische Flußauen, in denen im Frühjahr das Tauwasser der Berge für einen hohen Wasserstand sorgt, es im Hochsommer und Winter aber eher trockener ist.

Iris laevigata dagegen kann ganzjährig im Sumpf oder seichten Wasser stehen, muss es aber nicht. Ein feuchter, kalkarmer aber nährstoffreicher Standort ist ihr auch sehr gelegen. Sie blüht etwas zarter und feiner als Iris ensata

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Iris laevigata ‚Rose Queen‘

Iris versicolor ist eine amerikanische Sumpfiris. Sie liebt, ähnlich wie unsere heimische Art dauerfeuchten Boden und verträgt auch mal Überflutungen. Kleine Blüten in blau-violetten Farbtönen erscheinen ab Juni-Juli an 60-80 cm hohen Stielen. Die farbintensivste Auslese ist ‚Kermesina‘ in rötlich purpurnen Farbtönen.

Iris_versicolor1

Iris versicolor

Iris chrysographes ist eine schwarze Iris, für leicht saure, feuchte Standorte. ‚Black Form‘ ist dabei die ‚schwärzeste‘ Auslese. Sie wachsen langsam aber stetig weiter. Sommerliche Feuchte und winterliche Trockenheit gefällt ihnen am besten, ist aber schwierig zu realisieren.

 

 

 

Daneben gibt es noch jede Menge andere Arten, die für Gartenliebhaber interessant sind, unter anderem diese hier:

Iris foetidissima mit tollem Fruchtschmuck.

Iris spuria, die erst in den letzten Jahren mehr zur Geltung gekommen ist.

Iris hollandica, die zumeist als Blumenzwiebeln gehandelt wird.

Iris japonica ist eine gefranst blühende japanische Art.

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Iris japonica ‚Variegata‘

Die heraldische Lilie, die man auf vielen Wappen und Flaggen sehen kann, ist übrigens auch eine Iris und hat botanisch nur entfernt etwas mit der Lilie gemeinsam.

Sie hat es weit gebracht, die Göttin des Regenbogens.

Irisstöcke galten in alten Zeiten als Zauberpflanzen zur Feindabwehr auf Gütern und Burgen. Vielleicht sollten wir uns auch eine dicke Pflanze vor die Haustür setzen.

Die Wurzel unserer einheimischen Iris germanica liefert übrigens noch heute das im Mittelalter als Deodorant benutzte Veilchenwurzelöl.

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Pflanzenpakete im Poststreik Chaos

Wie Pflanzen den Streik im Paket überstanden haben

Seit gestern trudeln die Rücklieferungen, die bei Poststreik liegengeblieben sind, hier wieder ein und ich habe mich echt gewundert, wie manche Pflanzen das tatsächlich wegstecken, einen Monat im Paket zu liegen.

Die Geschichte eines Auftrags:

Ein Auftrag für eine Pflanzenlieferung geht hier am Mittwoch, den 3. 6. ein.

Menge/ Bezeichnung Betrag
3 x Aster novi – belgii, ‚Karminkuppel‘, Glattblattaster
2 x Eupatorium aromaticum, Ageratum-Dost
2 x Alcea rosea ‚Mars Magic‘, Stockrosen
4 x Aconogonon alpinum, Bergknöterich
5 x Rudbeckia fulgida var. sullivantii ‚Goldsturm‘, Sonnenhut
3 x Mexikonessel, weinrot, Agastache mexicana ‚Sangria‘
3 x Aster Dumosus ‚Kassel‘, Kissenaster
3 x Aster Dumosus ‚Starlight‘, Kissenaster
3 x Aster linosyris, Goldhaaraster
3 x Aster novae-angliae ‚Violetta‘, Raublattaster
5 x Goldrute, Solidago caesia
7 x Echium vulgare, Natternkopf
7 x Anthemis tinctoria, Hundskamille
0 x Anchusa azurea, Ochsenzunge, leider nicht mehr lieferbar
2 x Heliopsis helianthoides var. scabra ‚Summer Nights‘, Sonnenauge
3 x Lythrum salicaria ‚Zigeunerblut‘, Blutweiderich
3 x Wasserdost, Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘
3 x Kreuzkraut Ligularia przewalskii
6 x Katzenminze, Nepeta fassenii ‚Walkers Low‘ lilablau, Dauerblüher
3 x Nachtviole, Hesperis matronalis
8.25 EUR
5.00 EUR
5.90 EUR
17.00 EUR
11.25 EUR
9.75 EUR
6.75 EUR
6.75 EUR
7.50 EUR
8.85 EUR
11.25 EUR
15.75 EUR
17.50 EUR
0.00 EUR
7.00 EUR
9.75 EUR
11.85 EUR
8.25 EUR
13.50 EUR
7.50 EUR
Verpackung & Versand: 6.00 EUR

 

Zwischensumme (brutto): 195.35 EUR
Nettobetrag: 182.57 EUR
enthaltene MwSt. 7%: 12.78 EUR
Gesamtbetrag (brutto): 195.35 EUR

Den in der gleichen Woche noch zu erledigen haben wir nicht mehr geschafft. Auch haben wir versucht, noch ein paar fehlende Pflanzen dazu zu besorgen, aber das hatte nicht geklappt. Lieferanten und Kollegen waren  ausverkauft. Mit den Anchusa ist das auch nicht so einfach, die lange im Topf zu halten. Am Dienstag, den 9. 6. ist das Paket dann von der Post abgeholt worden.

Kopie der Sendungsverfolgung:

Datum/Uhrzeit Ort Status
Di, 09.06.2015 14:30 Uhr Die Sendung wurde abgeholt.
Di, 09.06.2015 18:21 Uhr Die Auftragsdaten zu dieser Sendung wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.
Mi, 10.06.2015 14:17 Uhr Bremen Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Do, 11.06.2015 05:55 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Fr, 12.06.2015 16:08 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mo, 15.06.2015 14:47 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mi, 01.07.2015 15:48 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
Mi, 01.07.2015 15:52 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Do, 02.07.2015 09:50 Uhr Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen.
Do, 02.07.2015 12:31 Uhr Der Empfänger hat die Annahme der Sendung verweigert.
Do, 02.07.2015 18:24 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mi, 08.07.2015 01:32 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
Mi, 08.07.2015 01:39 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Do, 09.07.2015 06:16 Uhr Bremen Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Do, 09.07.2015 09:42 Uhr Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen.
Do, 09.07.2015 15:22 Uhr Die Sendung wurde erfolgreich zugestellt.

Das war ja nun eine lange Zeit, das Paket hätte am Donnerstag den 11.6. zugestellt werden können. Hatte nicht Post/DHL überall verlauten lassen, sie schaffen es mit ihren Beamten und Aushilfskräften? Darauf hatte ich mich ‚eigentlich‘ verlassen. Ich bin dann aber trotzdem schnell zu einem der anderen Paketdienstleister gewechselt, Sie wissen schon, die mit den ganz geringen Gehältern.

So sah der Inhalt vom ersten Paket nun aus, nach dem Auspacken und zurückschneiden:DHL3
DHL1

Ich habe mich wirklich gewundert, dass zum größten Teil wirklich noch Leben in den Töpfen war, 1 Monat Lagerzeit, Temperaturen bis 40°C und an den Solidago caesia waren tatsächlich noch grüne Blätter, wie oben zu sehen ist. Aconogonon und Lythrum hatten bereits neue Austriebe gemacht, natürlich recht blass wie Höhlenbewohnern, aber immerhin. Hesperis matronalis und Nepeta waren völlig erledigt, das sind auch eher und vor allem im Sommer oberirdisch wachsende Stauden.

Natürlich hat die Kundin es richtig gemacht, die Lieferung abzulehnen, aber wahrscheinlich berechnen sie auch noch den Rücktransport, mal abwarten. Ersatzleistungen gibt der DHL nicht, wurde mir am Telefon von einer freundlichen Dame mitgeteilt. Streik ist höhere Gewalt. Auch Kulanz wird ausgeschlossen. Die Frau kann nichts dafür, also blieb ich ruhig. Die wirklich Verantwortlichen sind für Kunden leider nicht erreichbar. Ich hätte sämtliche Pakete gerne an sie weitergeleitet. Ver.di Vorstand, DHL Vorstand usw.  Dann hätten sie die armen Pflänzchen ein bißchen päppeln können. Für deren Gehälter sind 2,7 % schon eine ganze Menge Mäuse. Die armem Paketzusteller haben da eher eine Träne im Auge.

Meiner Meinung nach gehören ja Streiks, die der Allgemeinheit Schaden zufügen, verboten. Ob Bahn, Kindergarten oder Post, sowas muss laufen. Warum nicht beide Verhandlungsparteien, wie bei der Papstwahl, hinter geschlossene Türen einsperren, gerne bei jedem Luxus und wenn es vergoldete Klobrillen und eine Sterneküche sind, aber erst wieder rauslassen, wenn ein Ergebnis steht. Das ist immer noch viel billiger und sozialverträglicher als diese elende Streikerei. (Das ist jetzt persönliche Gärtnerinnenmeinung, wahrscheinlich nicht politisch korrekt)

Ich habe hinten noch Platz auf dem Acker und habe mir gedacht, bevor ich diese Überlebenskünstler verkompostiere (gute Verkaufsware wird das nicht wieder in den Töpfen) -das wäre schade, wo sie es doch so weit geschafft haben – ich werde sie mal einpflanzen und gucken, was draus wird. Wenn das zweite Paket der Lieferung kommt, stelle ich hier auch noch die Bilder dazu und nach einigen Tagen mit etwas mehr Licht kommen sie dann ins Beet. Mal sehen, was das noch wird. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Ob ich meinen Gesamtschaden von bisher gut 600 Euro von der Steuer absetzen kann? Im Grunde genommen ist das dann ja auch ein Schaden für die Allgemeinheit…

Update 20. August:

Bis jetzt gibt es vom 2. Paket noch keine Spur, es wird noch gesucht. Die Pflanzen aus dem 1. Paket haben sich zum Teil gut erholt und werden wohl bald verpflanzt.

 

 

 

 

 

 

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