Garten aufräumen oder man kann sich das Leben auch schwer machen

Garten ‚aufräumen‘?

Im Herbst, oft schon ab September, wird von manchen Zeitgenossen ganz stolz damit geprahlt, dass der Garten bereits winterfertig und aufgeräumt ist.

Früher habe ich mir nichts dabei gedacht: „Ok, die Gartenmöbel sind schon drin, die Terrasse gefegt. Vielleicht wollen sie die letzten schönen Oktobertage nicht im Garten verbringen.“ Aber immer, wenn ich diese aufgeräumten Gärten gesehen habe, sah ich Wüste. Alles war zurückgeschnitten bis auf den Boden, Beete umgegraben und gehackt, kein Fitzelchen Unkraut mehr, die  Kanten sauber abgestochen. Ich sah keine  Gräserhorste mehr, keine Blütenstände, kein Versteck für Wildtiere. Der Rasen war raspelkurz.

Schädlinge und Nützlinge werden gleichermaßen ausgerottet, Wildkräutern und Sämlingen bleibt keine Chance. Bäume sind auf den Stamm zurückgeschnitten, damit sie nicht so viel „Dreck“ machen, Sträucher werden eirund im Hausmeistereinheitsschnitt beschnippelt. Der arme Maulwurf, der pro Jahr sage und schreibe 20 – 30 kg Insekten vertilgt, wird erbarmungslos gejagt.

Was kann man sich doch das Leben leichter machen, wenn man diese Aufräumerei einfach mal sein lässt.

Eryngium mit Raureif

Eryngium mit Raureif

Abgeblühte Stauden sehen im Winter mit Raureif oder Schneehaube ganz entzückend aus.

Sedum mit Schneehaube

Sedum mit Schneehaube

Dichte Gräserhorste rascheln im Wind und bieten manchen Tieren eine gute Zuflucht an kalten Tagen. Bäume sehen am schönsten in ihrer natürlichen Form aus. Denken Sie nur mal an die imposanten Kronen alter Buchen oder die wunderschönen grazilen Birken. Sicher, Totholz und absturzgefährdete Äste müssen mal raus, gar keine Frage; auch Obst muss beschnitten werden, aber dieser radikale Rückschnitt aller Bäume muss nicht sein.

Auch Sträucher wie Forsythien, Flieder, Hartriegel und Deutzien müssen alle paar Jahr mal runter, aber doch kein einheitlicher Rundschnitt in jedem Jahr. Was ist das für ein Verlust an eigenen Formen und Gartenbildern.

tobi1Überschüssiges Laub braucht nur vom Rasen und von den Wegen entfernt zu werden. In den Beeten ist es eine nützliche Humusgabe, die im Winter von vielen Tieren geschätzt wird. Der Igel wird sich über einen dicken warmen Blätterhaufen freuen, seine Jungen bei Ihnen aufziehen und im nächsten Sommer viele Ihrer überschüsssigen Schnecken verputzen.

 

 

 

Haben Sie im Winter schon mal eine Amsel dabei beobachtet, wie sie jedes trockene Blatt im Beet umdreht und nach Futter sucht? Es kommt auch mal eine Gruppe Fasanen, die sich im Gebüsch versteckt und in unbeobachteten Momenten den Vogelfutterplatz stürmen. Fünf Hennen und drei Hähne sind hier häufig zu sehen.

Und Herr Grabowski der Maulwurf? Er wühlt ein bisschen in den Beeten herum, entlockt Grabowskiuns ein leichtes Schulterzucken. Es steht genug da, wirklich kaputt macht er nichts. Schließlich frisst er nur Insekten.

Ab Ende februar, Anfang März, vor dem Austrieb, wird dann moderat geschnitten und gemäht, vieles als Mulch in den Beeten liegen gelassen. Es unterdrückt unerwünschten Wildwuchs und Unkraut, verrottet langsam und dient den Pflanzen als Nahrung. Nach kurzer Zeit ist bereits alles wieder grün und dicht wieder zugewachsen.

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Mulchen

Mulchen, eine Arbeit, die viel Arbeit spart.

Eine dünne Mulchschicht in den Beeten hält die Erde locker und feucht, unterdrückt Unkräuter und schützt die Erde.

Im Mai, wenn sich die Erde genügend erwärmt hat, kann es losgehen. Es eignet sich getrockneter Rasenschnitt, Stroh, Laub und eigenes Häckselgut.  Auch Kompost, auch wenn er noch nicht ausgereift ist, lässt sich gut verwenden, er zersetzt sich weiter und liefert gute Nährstoffe. Nicht umsonst nennt man ihn auch ‚das Gold der Gärtner‘.

Mit Rindenmulch sollte man vorsichtiger sein, er enthält Gerbstoffe, die das Pflanzenwachstum hemmen können. Ihn setzt man daher eher dünn unter Gehölzen ein. Für Staudenbeete nimmt man eher eine dünne Schicht Rindenhumus, er ist weiter zersetzt. Dann ist noch zu bedenken, dass die Mikroorganismen die Holzmulchmaterialien zersetzen, selber Stickstoff benötigen. Das heißt, Sie müssen in mit Hölzern gemulchten Beeten mehr düngen.

Es gibt auch noch bunten Dekomulch aus eingefärbten Holzstückchen. Naja, mein Geschmack ist der nicht, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ;). Für den gilt das gleiche wie beim Rindenmulch.

Diese organischen Mulche halten durchschnittlich zwei Jahre, dann sind sie von den Bodenlebewesen abgebaut und wir Gärtner müssen wieder nachlegen. Dabei kommt die Haltbarkeit auf das Material und auch auf den Boden an.

Mineralischer Mulch aus Muscheln, Schotter, Kies oder Gesteinsplitt ist auch sehr schön in trockenen Beeten zu verwenden. Die Steine liegen lange Jahre und bauen sich im Gegensatz zu organischem Mulch nicht ab.  Nur sollte man sich im Klaren sein, dass sich auch dort Algen und Flechten ansiedeln und Samenunkräuter zufliegen.  Ohne Pflege kommt man hier nicht aus.

Mulch aus Lava speichert oben Wärme und unten Feuchtigkeit. Das ist in bestimmten Lagen von Vorteil.  (Weinanbau auf Lanzarote), auch sorgt er für eine bessere Bodendurchlüftung. Er ist strukturstabil und sieht in mediterranen Beeten wirklich gut aus. Auch längerfristig verbessert er verdichtete Hausgärten. Für lehmigen staunassen Boden ist auch eine Einarbeitung von Lava von Vorteil.

Kleiner Tipp:

Nutzen Sie nicht zu viele Materialien nebeneinander, einheitliche Flächen wirken ruhiger.

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Iris Staude des Jahres 2016

Staude des Jahres 2016

Sehr vielfältig kommt sie daher, die Favoritin, die der Bund der Staudengärtner in diesem Jahr erkoren hat.

Iris oder Schwertlilie

 

Iris reticulata 'Harmony'

Iris reticulata ‚Harmony‘

Ganz früh, fast gleichauf mit den Schneeglöckchen, eröffnen die Iris reticulata und Iris histroides, Zwiebeliris in verschiedenen Farbtönen den Blütenreigen. Sie bleiben sehr niedrig, 5 – 10 cm hoch, lieben durchlässigen Boden, gern steinig mager und schotterig.  Zuviel Staunässe macht ihnen zu schaffen, aber aus  trockenen Anlagen sind sie nicht mehr weg zu denken.

Im April folgen dann Iris bucharica, Geweih-Iris in sanftem gelb mit weiß. Diese Zwiebeliris ist noch ziemlich unbekannt, vielleicht auch, weil sie es eher trocken liebt und in feuchten Beeten nicht sehr langlebig ist.

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Aperge

Ab Mai haben dann die prächtigen Bartiris ihren großen Auftritt. Zuerst blühen, in warmen Jahren schon ab Ende April, die kleinen Zwerge, Iris barbata-nana in verschiedenen Arten und Sorten, anschließend die mittelhohen, Iris barbata-media, im Juni gefolgt von den ganz hohen Sorten (80 – 120  cm), Iris barbata-elatior.

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Earl of Essex

Aber wenn ich das jetzt botanisch genau aufschlüsseln wollte, werden es 10 Seiten. Da lasse ich anderen Spezialisten gern den Vortritt. Das geht schon zu sehr ins Detail.

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Nel Jape

Alle Bartiris haben dicke Rhizome und lieben lehmig sandigen Boden, relativ trocken, aber nicht zu mager. Sie stehen gern in voller Sonne. Gedüngt werden sie im Frühjahr mit Kompost, auf sandigen Plätzen ist auch ein Zuschlag mit Tonmineralen (z.B. Bentonit) empfehlenswert. Wenn nach einigen Jahren die Blühwilligkeit nachlässt, teilt man im Spätsommer-Herbst die Rhizome und setzt sie mit Kompostbeigabe an einen neuen Platz. Sie danken es Ihnen mit erneuter Blütenfülle für mehrere Jahre.

Iris graminea, die Pflaumeniris kommt erst ein wenig unscheinbar mit grasähnlichen Blättern daher. In Steingärten, trockenen Hanglagen und Mauerkronen fühlt sie sich am wohlsten; warm, trocken, locker humoser Boden, das hat sie gern. Kleine purpurviolette Blüten in einer Höhe von etwa 30 cm mit einem zarten Duft, der an reifende Pflaumen erinnert, zeigt sie uns ab Mai bis in den Juni hinein.

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Iris pallida var. dalmatica

Iris pallida und die Auslesen wachsen am liebsten auf warmen, trockenen, schotterigen Plätzen. Die duftenden, hellviolett-blauen Blüten stehen auf gesunden kräftigen Stielen, etwa 60 cm hoch. Der Boden sollte eher mager sein.

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Iris sibirica ‚Teal Velvet‘

Meine Lieblinge sind die Iris sibirica, die Wieseniris, die gleichzeitig oder gleich nach den Bartiris blühen. Sie wachsen hier auf dem fast immer feuchten Marschboden ganz wunderbar, sind gesund und munter, blühen und gedeihen in voller Sonne. Am meisten angetan bin ich von der Sorte ‚Silver Edge‘, große Blüten in einem schönen kräftigen Blau mit einem ganz schmalen silbernen Rand, dazu die eindrucksvolle Höhe von etwa 100 cm, gesunde Blätter, dicke Büsche und blühwillig.

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Iris sibirica ‚Silver Edge‘

Aber wenn die anderen Sorten blühen, schmelze ich meistens auch dahin. Gerüscht wie ‚Ruffled Velvet‘, fein und zart wie ‚Caesar’s Brother‘, zartgelb wie die ‚Welfenfürstin‘, oder fast reinweiß wie ‚Viel Schnee‘. Hier in der Wesermarsch ist aber auch wirklich der optimale Standort. Sie vertragen aber keine Überflutungen. Am Teichrand stehen sie bestens an höherer Stelle als die gelben Teichiris (Iris pseudacorus), die es auch in verschiedenen Sorten gibt und in Gelbtönen blühen, z.B. gefüllt (‚Flore Pleno‘) oder mit cremefarbenden Blüten ‚Creme de la Creme‘, auch ist eine Varietät gezüchtet worden, die grün-gelb gestreiftes (‚Variegata‘)  Laub hat, gerade im Austrieb ist das sehr spektakulär, später vergrünen sie etwas. Die Sorten stehen aber lieber etwas höher und nicht ganz im Wasser.

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Iris ensata ‚Aquamarin‘

Die japanischen Iris, Iris ensata oder Iris kaempferi vertragen auch gut Feuchtigkeit, aber nur vor der Blüte lange Staunässe oder Überflutungen. Danach und auch im Winter stehen sie eher trocken. Man kann sie am Teichrand, aber nicht direkt ins Wasser pflanzen. Ihre natürliche Herkunft sind japanische Flußauen, in denen im Frühjahr das Tauwasser der Berge für einen hohen Wasserstand sorgt, es im Hochsommer und Winter aber eher trockener ist.

Iris laevigata dagegen kann ganzjährig im Sumpf oder seichten Wasser stehen, muss es aber nicht. Ein feuchter, kalkarmer aber nährstoffreicher Standort ist ihr auch sehr gelegen. Sie blüht etwas zarter und feiner als Iris ensata

.

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Iris laevigata ‚Rose Queen‘

Iris versicolor ist eine amerikanische Sumpfiris. Sie liebt, ähnlich wie unsere heimische Art dauerfeuchten Boden und verträgt auch mal Überflutungen. Kleine Blüten in blau-violetten Farbtönen erscheinen ab Juni-Juli an 60-80 cm hohen Stielen. Die farbintensivste Auslese ist ‚Kermesina‘ in rötlich purpurnen Farbtönen.

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Iris versicolor

Iris chrysographes ist eine schwarze Iris, für leicht saure, feuchte Standorte. ‚Black Form‘ ist dabei die ‚schwärzeste‘ Auslese. Sie wachsen langsam aber stetig weiter. Sommerliche Feuchte und winterliche Trockenheit gefällt ihnen am besten, ist aber schwierig zu realisieren.

 

 

 

Daneben gibt es noch jede Menge andere Arten, die für Gartenliebhaber interessant sind, unter anderem diese hier:

Iris foetidissima mit tollem Fruchtschmuck.

Iris spuria, die erst in den letzten Jahren mehr zur Geltung gekommen ist.

Iris hollandica, die zumeist als Blumenzwiebeln gehandelt wird.

Iris japonica ist eine gefranst blühende japanische Art.

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Iris japonica ‚Variegata‘

Die heraldische Lilie, die man auf vielen Wappen und Flaggen sehen kann, ist übrigens auch eine Iris und hat botanisch nur entfernt etwas mit der Lilie gemeinsam.

Sie hat es weit gebracht, die Göttin des Regenbogens.

Irisstöcke galten in alten Zeiten als Zauberpflanzen zur Feindabwehr auf Gütern und Burgen. Vielleicht sollten wir uns auch eine dicke Pflanze vor die Haustür setzen.

Die Wurzel unserer einheimischen Iris germanica liefert übrigens noch heute das im Mittelalter als Deodorant benutzte Veilchenwurzelöl.

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Pflanzenpakete im Poststreik Chaos

Wie Pflanzen den Streik im Paket überstanden haben

Seit gestern trudeln die Rücklieferungen, die bei Poststreik liegengeblieben sind, hier wieder ein und ich habe mich echt gewundert, wie manche Pflanzen das tatsächlich wegstecken, einen Monat im Paket zu liegen.

Die Geschichte eines Auftrags:

Ein Auftrag für eine Pflanzenlieferung geht hier am Mittwoch, den 3. 6. ein.

Menge/ Bezeichnung Betrag
3 x Aster novi – belgii, ‚Karminkuppel‘, Glattblattaster
2 x Eupatorium aromaticum, Ageratum-Dost
2 x Alcea rosea ‚Mars Magic‘, Stockrosen
4 x Aconogonon alpinum, Bergknöterich
5 x Rudbeckia fulgida var. sullivantii ‚Goldsturm‘, Sonnenhut
3 x Mexikonessel, weinrot, Agastache mexicana ‚Sangria‘
3 x Aster Dumosus ‚Kassel‘, Kissenaster
3 x Aster Dumosus ‚Starlight‘, Kissenaster
3 x Aster linosyris, Goldhaaraster
3 x Aster novae-angliae ‚Violetta‘, Raublattaster
5 x Goldrute, Solidago caesia
7 x Echium vulgare, Natternkopf
7 x Anthemis tinctoria, Hundskamille
0 x Anchusa azurea, Ochsenzunge, leider nicht mehr lieferbar
2 x Heliopsis helianthoides var. scabra ‚Summer Nights‘, Sonnenauge
3 x Lythrum salicaria ‚Zigeunerblut‘, Blutweiderich
3 x Wasserdost, Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘
3 x Kreuzkraut Ligularia przewalskii
6 x Katzenminze, Nepeta fassenii ‚Walkers Low‘ lilablau, Dauerblüher
3 x Nachtviole, Hesperis matronalis
8.25 EUR
5.00 EUR
5.90 EUR
17.00 EUR
11.25 EUR
9.75 EUR
6.75 EUR
6.75 EUR
7.50 EUR
8.85 EUR
11.25 EUR
15.75 EUR
17.50 EUR
0.00 EUR
7.00 EUR
9.75 EUR
11.85 EUR
8.25 EUR
13.50 EUR
7.50 EUR
Verpackung & Versand: 6.00 EUR

 

Zwischensumme (brutto): 195.35 EUR
Nettobetrag: 182.57 EUR
enthaltene MwSt. 7%: 12.78 EUR
Gesamtbetrag (brutto): 195.35 EUR

Den in der gleichen Woche noch zu erledigen haben wir nicht mehr geschafft. Auch haben wir versucht, noch ein paar fehlende Pflanzen dazu zu besorgen, aber das hatte nicht geklappt. Lieferanten und Kollegen waren  ausverkauft. Mit den Anchusa ist das auch nicht so einfach, die lange im Topf zu halten. Am Dienstag, den 9. 6. ist das Paket dann von der Post abgeholt worden.

Kopie der Sendungsverfolgung:

Datum/Uhrzeit Ort Status
Di, 09.06.2015 14:30 Uhr Die Sendung wurde abgeholt.
Di, 09.06.2015 18:21 Uhr Die Auftragsdaten zu dieser Sendung wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.
Mi, 10.06.2015 14:17 Uhr Bremen Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Do, 11.06.2015 05:55 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Fr, 12.06.2015 16:08 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mo, 15.06.2015 14:47 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mi, 01.07.2015 15:48 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
Mi, 01.07.2015 15:52 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Do, 02.07.2015 09:50 Uhr Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen.
Do, 02.07.2015 12:31 Uhr Der Empfänger hat die Annahme der Sendung verweigert.
Do, 02.07.2015 18:24 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Mi, 08.07.2015 01:32 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
Mi, 08.07.2015 01:39 Uhr Regensburg Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Do, 09.07.2015 06:16 Uhr Bremen Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet. Wir möchten Sie bitten, Ihre Pakete nicht selbst im Paketzentrum abzuholen. Aus logistischen Gründen können wir bei der Vielzahl von Paketen einzelne Sendungen nicht individuell herausgeben.
Do, 09.07.2015 09:42 Uhr Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen.
Do, 09.07.2015 15:22 Uhr Die Sendung wurde erfolgreich zugestellt.

Das war ja nun eine lange Zeit, das Paket hätte am Donnerstag den 11.6. zugestellt werden können. Hatte nicht Post/DHL überall verlauten lassen, sie schaffen es mit ihren Beamten und Aushilfskräften? Darauf hatte ich mich ‚eigentlich‘ verlassen. Ich bin dann aber trotzdem schnell zu einem der anderen Paketdienstleister gewechselt, Sie wissen schon, die mit den ganz geringen Gehältern.

So sah der Inhalt vom ersten Paket nun aus, nach dem Auspacken und zurückschneiden:DHL3
DHL1

Ich habe mich wirklich gewundert, dass zum größten Teil wirklich noch Leben in den Töpfen war, 1 Monat Lagerzeit, Temperaturen bis 40°C und an den Solidago caesia waren tatsächlich noch grüne Blätter, wie oben zu sehen ist. Aconogonon und Lythrum hatten bereits neue Austriebe gemacht, natürlich recht blass wie Höhlenbewohnern, aber immerhin. Hesperis matronalis und Nepeta waren völlig erledigt, das sind auch eher und vor allem im Sommer oberirdisch wachsende Stauden.

Natürlich hat die Kundin es richtig gemacht, die Lieferung abzulehnen, aber wahrscheinlich berechnen sie auch noch den Rücktransport, mal abwarten. Ersatzleistungen gibt der DHL nicht, wurde mir am Telefon von einer freundlichen Dame mitgeteilt. Streik ist höhere Gewalt. Auch Kulanz wird ausgeschlossen. Die Frau kann nichts dafür, also blieb ich ruhig. Die wirklich Verantwortlichen sind für Kunden leider nicht erreichbar. Ich hätte sämtliche Pakete gerne an sie weitergeleitet. Ver.di Vorstand, DHL Vorstand usw.  Dann hätten sie die armen Pflänzchen ein bißchen päppeln können. Für deren Gehälter sind 2,7 % schon eine ganze Menge Mäuse. Die armem Paketzusteller haben da eher eine Träne im Auge.

Meiner Meinung nach gehören ja Streiks, die der Allgemeinheit Schaden zufügen, verboten. Ob Bahn, Kindergarten oder Post, sowas muss laufen. Warum nicht beide Verhandlungsparteien, wie bei der Papstwahl, hinter geschlossene Türen einsperren, gerne bei jedem Luxus und wenn es vergoldete Klobrillen und eine Sterneküche sind, aber erst wieder rauslassen, wenn ein Ergebnis steht. Das ist immer noch viel billiger und sozialverträglicher als diese elende Streikerei. (Das ist jetzt persönliche Gärtnerinnenmeinung, wahrscheinlich nicht politisch korrekt)

Ich habe hinten noch Platz auf dem Acker und habe mir gedacht, bevor ich diese Überlebenskünstler verkompostiere (gute Verkaufsware wird das nicht wieder in den Töpfen) -das wäre schade, wo sie es doch so weit geschafft haben – ich werde sie mal einpflanzen und gucken, was draus wird. Wenn das zweite Paket der Lieferung kommt, stelle ich hier auch noch die Bilder dazu und nach einigen Tagen mit etwas mehr Licht kommen sie dann ins Beet. Mal sehen, was das noch wird. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Ob ich meinen Gesamtschaden von bisher gut 600 Euro von der Steuer absetzen kann? Im Grunde genommen ist das dann ja auch ein Schaden für die Allgemeinheit…

Update 20. August:

Bis jetzt gibt es vom 2. Paket noch keine Spur, es wird noch gesucht. Die Pflanzen aus dem 1. Paket haben sich zum Teil gut erholt und werden wohl bald verpflanzt.

 

 

 

 

 

 

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Die Eisheiligen

Die Eisheiligen

Meldung vom deutschen Wetterdienst für unsere Lage an der Nordseeküste:

„Wetterlage

Am Rande eines Hochs mit Zentrum über dem Europäischen Nordmeer gelangt mit einer nördlichen Strömung kühle Meeresluft nach Norddeutschland. In der Nacht zum Freitag muss in ungünstigen Lagen mit leichtem Frost in Bodennähe gerechnet werden. Davon abgesehen wird die Ausgabe von Warnungen nicht notwendig.“

Und wieder ist es soweit, die kalte Sophie steht uns bevor. Oftmals merkt man es gar nicht, die kälteteste Zeit der Tages ist ja immer um den Sonnenaufgang herum, jetzt etwa um 5.30 Uhr

Es ist  die letzten Nacht der Eisheiligen, die uns jetzt bevorsteht. Wir müssen doch noch mal gucken, ob wir möglicherweise spätfrostgefährdete Pflanzen abdecken müssen. Tomaten, Gurken, Kürbis und Zucchini werden erst danach ins Freie gesetzt, auch alle anderen einjährigen Sommerblumen haben jetzt die besten Chancen, gut anzuwachsen. Auch wenn uns findigen Händler und Baumarktketten schon seit Ostern mit Petunien, Geranien und Margeriten zuschütten, nach dem 15. Mai ist der optimale Pflanzzeitpunkt.

Da ist das  das Sprichwort vom frühen Vogel, der den Wurm fängt, falsch ausgelegt worden.

Während meiner Ausbildung (naja, es ist schon eine Weile her, Anfang der 80ger) war es noch völlig normal, die frühen Kunden vor den Eisheiligen zu warnen. Je mehr Baumärkte nun das Beet- und Balkon Sortiment übernahmen, um so mehr gerieten auch die guten alten Gärtnereien unter Druck, alles früh und voll erblüht anzubieten. Tage der offenen Gärtnerei wurden um den 1. Mai ins Leben gerufen, um möglichst frühzeitig zu verkaufen.

Pflanzen werden mit riesigen Energieaufwand, Heizung und Tageslichtverlängerung durch Belichtung dazu gebracht früh zu blühen, dazu Stauchmittel, damit sie kurz und buschig bleiben. Preislich sollte man auch konkurenzfähig bleiben…..

Wozu das geführt hat, kann man ja sehen. Wo sind sie hin, die ganzen kleinen Familienbetriebe?

Und die armen Pflanzen, die diese Zeit draußen frierend überstehen müssen? Geht es denen gut?

Also denken Sie an die kalte Sophie, wenn Sie in den Pflanzrausch geraten Trotz Klimawandel wird sie uns oft auflauern und der Pracht zusetzen, so das die Pflanzen bis Juli brauchen um sich zu erholen.

 

 

 

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Kleine Gartenschätze

Es gibt so einige Pflanzen, die man gerne hätte, aber einfach nicht hinbekommt.

Sie wachsen schwierig an, das Klima behagt Ihnen nicht, sie liegen ewig in den Saatkisten, keimen kaum oder gar nicht. Aber gerade diese kleinen Prinzen oder Diven hätte man doch so gern im Garten….

Anemonopsis rosa

Anemonopsis rosa

Mir geht es so mit weißen Anemonopsis, 3 Stück sind jetzt nach einigen erfolglosen Jahren gekeimt. Die werden jetzt aber gehätschelt und gepflegt. Was die an Aufmerksamkeit bekommen, das würde das Heer von Geranium, die allein und zufrieden vor sich hin wachsen, ganz schön eifersüchtig machen, wenn sie es denn wüssten.

Jeffersonia diphylla

Jeffersonia diphylla

Ranunculus ficaria Brazen Huzzy

Ranunculus ficaria Brazen Huzzy

Paeonia mlokosewitschii ist auch so eine Diva, niedrig, wild und gelb. Wunderschön! Wildpaeonien sind sowieso etwas ganz besonderes, ich könnte dahinschmelzen.

Oder jetzt diese traumhaften Ranunculus ficaria, Scharbockskraut in den ganz besonderen Sorten, Colarette, Flora Pleno und wie sie alle heißen.

Vor ein paar Jahren sind sie uns alle durcheinander geraten, so das wir sie erst aufpflanzen und sortieren mussten, bevor sie vermehrt werden. Die haben sich jetzt gut erholt und können in die Töpfe gesteckt werden, wenn sie eingezogen sind.

Jeffersonia dubia

Jeffersonia dubia

Jeffersonia diphylla und dubia sind übrigens auch gut aufgelaufen, die werden wir bald in die Töpfe stecken, dann können wir sie ab 2016 anbieten. Das sind schon ganz schön lange Kulturzeiten, mindestens 2 Jahre, von der Aussaat bis zum ersten Verkauf und dann wird immer noch gejammert, für 4,95 sind sie zu klein. Tja….

Die alten dicken Jeffersonien  blühen schon und Hummeln sind auch schon fleißig am bestäuben, dann ist der Fortbestand gesichert.

So hat wohl jeder Gärtner seine Gartenschätze, die behütet und gepflegt werden wollen.

Viel Spaß damit!

 

 

 

 

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Die blaue Blume

Die blaue Blume und die Pflanzenfotos

Nur wenige Blumen sind richtig blau, die meisten haben einen Stich ins Violett.

Aber es ist recht einfach Fotos nachzublauen. Schauen Sie mal:

Sommeraster Original

Aster frikartii ‚Jungfrau‘ Originalfoto

Sommeraster blau

Aster frikartii ‚Jungfrau‘ Nachgeblaut

 

 

 

 

 

 

Das machen wir bei Zauberstaude nicht.

Unsere Fotos sind zwar meistens zur schönsten Blütezeit aufgenommen, vielleicht sind mal ein paar schlechte Blüten abgeschnitten worden, aber ansonsten kommen sie in die Artikelbeschreibung, wie sie sind. Wir basteln bei den Darstellungen keine Blüten dran.

Manchmal ist das Licht aber nicht optimal, oder die Sonne scheint voll drauf, der Bildschirm ist auch nicht immer kalibriert, deshalb können sich manche Farben um einige Nuancen anders darstellen. Wir tun unser Bestes, damit das nicht passiert. Die wenigsten Gartenliebhaber haben eine RHS Farbkarte, die kostet schließlich auch richtig Geld (um die 400 Euro), dafür kann man sich besser ein paar Stauden kaufen.

Reinblau blühen unter anderem:

Vergissmeinnicht

Brunnera macrophylla

Brunnera, Kaukasusvergißmeinicht

Omphalodes verna, Gedenkemein

Gedenkemein

Omphalodes verna

Myosotis palustris, Sumpfvergißmeinicht

Aquilegia alpina, Alpen-Akelei

Allium caeruleum, Zierlauch

Anchusa azurea, Ochsenzunge

Aster dumosus ‚Zwergenhimmel‘

Beinwell blau

Symphytum caucasicum

Symphytum azureum, Beinwell

Ceratostigma plumbaginoides, Bleiwurz

Buglossoides purpurcaerulea, Steinsame

Camassia, Prärielilie

Gentiana, Enzian

Cichorium intybus, Wegwarte

Corydalis elata und Corydalis flexuosa

Einige Rittersporn Sorten z.B. ‚Morgentau‘ und ‚Ballkleid‘

Dracocephalum grandiflorum

Einige Veronica Arten z. B. Veronica armena

Auch bei den Iris finden sich einige reinblaue Sorten

Jasione laevis, Sandglöckchen

Lein

Linum perenne, Staudenlein

Linum perenne, Staudenlein

Scabiosa caucasica, Skabiose

Lithodora diffusa, Steinsame

Lobelia syphilitica, Lobelie

Pulmonaria ‚Blue Ensign‘, Lungenkraut

Meconopsis, Scheinmohn

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Unkrautvermehrer vermehren Unkraut

Unkrautvermehrer?

 

Sternmiere

Stellaria hollostea, Sternmiere

Im Gartenbaubereich haben die Staudengärtner diesen Ruf, kaum ein Azubi wurde nicht in der Berufsschule damit konfrontiert und ein bisschen hochgenommen.

 

Man sitzt dort ja nett mit Baumschul- und Zierpflanzengärtnern beisammen.

 

Naja… es ist schon was dran an dem Gerücht.

Bunter Giersch

Aegopodium podagraria ‚Variegata, Giersch

 

Panaschierter Giersch etwa, oder die  Große Sternmiere (Stellaria holostea), manche halten es für Unkraut und für die anderen ist es hat eine hübsche Wildstaude.

 

Wir arbeiten  mit Odermennig, Buschwindröschen und Epilobium, für Klärteiche und Renaturierungsflächen werden oft Lythrum, der Blutweiderich, Lampenputzer, Wiesenschaumkraut Schilf und auch Binsen gebraucht.

 

wildes Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Heilkräuter wie Schöllkraut, Huflattich  und Wegwarte haben auch ihren Platz in unsere Liste.

 

Ich könnte hier noch viel mehr aufzählen, was im Volksmund oft als Unkraut in Verruf geraten ist, von uns aber mit Liebe und Sachverstand angebaut wird.

 

Viele dieser Wildpflanzen haben auch im Ziergarten nichts zu suchen. Sie sind dort bei guter Pflege einfach zu wild und ungestüm, haben in kürzester Zeit alles überwuchert.

 

wildes Schöllkraut

Schöllkraut, Cheliodonium
wächst sehr wild und breitet sich stark aus

Aber dort wo es passt sind doch blühende Wildstauden wunderschön. Wobei die Bezeichnung Unkraut auch natürlich etwas mit der Einstellung und dem Standort zu tun hat. Blutweiderich wächst hier wirklich überall am Straßenrand, in manchen Gegenden ist er eine Rarität.

 

Huflattich

Tussilago, Huflattich,auch dieses Heilkraut ist für kleine Ziergärten eher schwierig.

 

Wie schön sind doch die rosa Epilobium, die am Wegesrand dichte Bestände bilden, an der Straßen blühen Gräser und Sauerampfer und Wiesenkerbel in eigenartig schöner Farbkombination.

 

wiesenhafte Bepflanzung

Blumenwiese

Denken Sie nur mal an blühende Wiesen voller Löwenzahn im Frühjahr.

 

 

Der wird soweit ich weiß, aber noch nicht angebaut, außer zum Verzehr, aber auch da wären wir, wenn Bedarf besteht, sicher nicht abgeneigt.

 

Und wenn man nach dem Preis fragt (… so teuer, das wächst ja wild….) ?

Nichts desto trotz braucht man Samen, man muss sie eintopfen, sie stehen auf dem Feld, Wasser brauchen sie auch und Dünger, genau wie edle Prachtstauden.

 

In diesem Sinne:

Der Bauer und sein Kind

Wildblumen

Wilde Wiese

Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
“Ich hab’ den Acker wohl bestellt,
Auf reine Aussaat streng gehalten;
Nun seh’ mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan.

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
Mit bunten Blüten reich beladen;
Im Felde hat er sie gepflückt;
Kornblumen sind es, Mohn und Raden;
Er jauchzt: “Sieg, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht.

Julius Sturm

 

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Carex – Segge, Staude des Jahres 2015

Carex pendula

Carex pendula

Die Staude des Jahres 2015 

Carex, die Segge.

Carex montana 'Raureif'

Carex montana ‚Raureif‘

Zuerst habe ich etwas komisch geguckt und die Stirn gerunzelt, als ich das gelesen habe.

Fällt den Leuten vom Bund der Staudengärtner sonst nichts ein?

 

 

Aber nach einigen Überlegungen dazu finde ich es  schon richtig, auch mal ein vielseitiges Gras  aus dem Schattendasein zu holen.

Botanisch gesehen ist es kein echtes Gras, gehört aber zur Familie der Sauergräser.

 

 

 

Es gibt Seggen für alle Gartensituationen:

Schatten und feucht: 

'Bowles Golden

Carex elata ‚Aurea‘

  • Carex elata ‚Aurea‘ (Bowles Golden) – Steife Gold-Segge, 60 cm
  • Carex acuta – Schlank-Segge, 90 cm
  • Carex acutiformis – Sumpf-Segge, 100 cm
  • Carex riparia – Ufer-Segge, 45 cm
  • Carex pseudocyperus – Schein-Zyperngras, 80 cm
  • Carex davalliana – Davalls-Segge, 25 cm

Schattig und frischer Boden:

  • Carex pendula – Riesensegge, 80 – 100 cm

    Carex siderosticha 'Island Brocade'

    Carex siderosticha ‚Island Brocade‘

  • Carex morrowii in unterschiedlichen Blattfarben (‚Variegata’, ‘Ice Dance’, Silver Sceptre’, Irish Green’u.a. , 30 cm
  • Carex oshimensis – Japan –Segge ‚Evergold‘ (gelblichgrün) und ‚Everest‘ (weißgrün) 25 cm
  • Carex conica ‚Snowline‘ – weißbunte Zwergsegge, 15 cm
  • Carex ornithopoda ‚Variegate‘ – weißbunte Vogelsegge, 15 cm
  • Carex siderosticha – Teppich-Segge in verschiedenen Ausfärbungen ‚‘Variegata‘ ‚Island Brocade‘, Shiro‘, 30 cm
  • Carex sylvatica – Wald-Segge, 40 cm
  • Carex plantaginea – Breitblattsegge, 20 cm
  • Carex remota – Winkel-Segge, 45 cm
  • Carex caryophyllea ‚The Beatles‘  – Schopf-Segge, 20 cm
  • Caerx umbrosa – Schattensegge (wintergrün)
  • Carex dolichostachys – Goldrandsegge, ‘GoldFountains’, 50 cm

Sonnig und frischer Boden:

  • Carex muskingumensis – Palmwedel-Segge in grün, ‚Little Midge‘ (30 cm), ‘Variegata’
    Carex flacca

    Carex flacca

    oder ‚Silberstreif‘ (bis 80 cm)

  • Carex berggrenii – Rote Zwerg-Segge, 10 cm
  • Caerx flacca – blaugrüne Segge ‚Blue Zinger‘, 30 cm
  • Carex grayi, Morgensternsegge, 60 cm

 

 

 

Sonnig und trocken:

  • Carex humilis – niedrige Segge, 10 cm

    Carex comans 'Bronce'

    Carex comans ‚Bronce‘

  • Carex montana – Berg-Segge in grün oder weiß-bunt ‘Raureif‘, 20 cm
  • Carex tenuiculmis – Neuseeland-Segge, 30 cm
  • Carex testacea ‚Praerie Fire‘ – orangefarbene Neuseeland-Segge, 30 cm
  • Carex albula (Carex comans) – Neusseland – Segge ‚Frosted Curls‘, 30 cm
  • Carex comans –  Neuseelandsegge ‘Bronze Form’, ‘Amazon Mist’ 30 cm
  • Carex buchananii – Fuchsrote Segge ‘Red Rooster’, Green Twist’ 40 cm

 

Bestimmt werden 2015 auch noch andere interessante Sorten aus  der Versenkung geholt.

Bei uns im Zauberstaude Shop werden Sie sicher auch etwas für Ihren Garten finden.

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Herbst 2014

Herbsttag

Rainer Maria Rilke

Leucanthemella und Calamagrostis

Leucanthemella und Calamagrostis

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Hier bei uns an der Nordseeküste war der Sommer wirklich groß, die meisten Regenschauer sind an uns vorbeigezogen.

Und auch jetzt im Oktober geht es noch freundlich und warm weiter, morgens leichte Nebel, Spinnweben mit Tautropfen, Sonne die über den weiten Horizont blinzelt, rote leuchtende Hagebutten, reifende Äpfel, Quitten und Schlehen. Pilze wachsen bei uns auf dem Kleiboden (Marschboden, früher mal Schlick) leider kaum, so das uns dieser Genuss versagt bleibt. Naja, es gibt ja immer noch welche zum Kaufen.

Pennisetum 'Hameln'

Pennisetum ‚Hameln‘

Die  Asten, Knöterich und  Fetthennen blühen noch voll, viele Gräser laufen zu Hochform auf, auch Kulturbegleitpflanzen (ugs. Unkraut ;)) keimen noch fröhlich weiter.

So macht der Herbst Spaß.

 

 

Auch die letzten Pflanzungen bereiten wir noch vor. Im Herbst ist der Boden noch schön warm, so dass sich die meisten Stauden noch schnell einwurzeln.  Herbstanemonen und Chrysanthemen, Mittelmeerpflanzen und etwas empfindlichere Arten setzen wir allerdings erst im Frühjahr. Pflanzen die im Herbst blühen, brauchen die Kraft für die Blüte und können nicht auch noch Wurzeln machen. Wenn man diese Arten  im Herbst pflanzt, muss man sie gut vor dem Hochfrieren schützen, Laub und Tannenzweige leisten da gute Dienste.  Bei uns ist es aber einfach zu windig dafür, Kahlfrost mit scharfem Ostwind bläst da im Winter alles weg.

Oktober 2014Einiges muss noch geteilt werden, damit im Frühjahr ausreichend Pflanzen zur Verfügung stehen. Die letzten Sämlinge werden noch getopft und erst mal ins Gewächshaus gestellt. Für die ganz Kleinen ist es draußen zu rau. Dabei ist es nicht der Frost, der ihnen zu schaffen macht, eher der viele Regen, der aus den Töpfen nicht so schnell abfließen kann. Winterliche Staunässe ist für viele Pflanzen ein Todesurteil. Ab März wird dann alles ausgeräumt und härtet gut ab, damit es in den Gärten der Kunden leicht weiterwachsen kann.  Wir versuchen immer, keine Weichlinge zu verschicken.

Unser Schattenhaus ist auch fertig, davon hatte ich noch gar nicht berichtet.

Schattenhaus

Schattenhaus

Wir haben ein altes, museumsreifes Holzgewächshaus abgedeckt. Es war eine Metallunterkonstruktion auf die Holzrahmen-Frühbeetfenster aufgelegt wurden. Das Holz war in all den Jahren ziemlich mosch geworden, und das Gewächshaus sehr unsicher. Die Fenster haben wir herunter genommen, den alten Ofen abgebaut und entsorgt, den Boden begradigt und mit Gewebefolie abgedeckt, ein leicht schatten spendendes Netz aufgezogen und Platten in die Wege gelegt. Ein schöner Platz für unsere Schattenpflanzen. Hosta, Buxus, Hakonechloa usw. fühlen sich dort viel wohler als auf der Sonnenseite.

Zur Zeit wird der Hof neu gepflastert. Der Kleiboden mit Mooruntergrund ist relativ Pflasterarbeitenweich, LKW und der Zahn der Zeit hatten ganz schöne Wellen und Löcher ins Pflaster gedrückt. Hoffentlich hält sich das Wetter noch etwas, damit wir es in diesem Jahr noch fertig bekommen.

Ein alter 10.000ltr. Öltank liegt dort auch noch drunter, der ist mittlerweile fachgerecht gereinigt und vom TÜV abgenommen worden und wird jetzt in Kürze mit Sand verfüllt. Eine Sorge weniger.Hof mit Löchern

Im kommenden Frühjahr wird dann die Fassade noch schön gestrichen, dann ist vor dem Haus erst mal alles in Ordnung. Aber hinten geht es dann weiter, eine Baustelle nach der anderen tut sich auf. Eine alte Gärtnerei mit Renovierungstau ist kein Ponyhof.

 

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