Asternland

Wir leben  im Asternland haben wir festgestellt. Im letzten Jahr haben wir im Juli solch eine kleine Pflanze eingesetzt:

Jungpflanze

Jungpflanze

 

 

 

 

 

 

Jetzt sieht sie so aus:

Aster novi -  belgii 'Schöne von Dietlikon'

Aster novi – belgii
‚Schöne von Dietlikon‘

 

Das ist doch faszinierend. Lehmiger Marschboden, 3 km Luftlinie zum Meer, nicht zu trocken, das haben sie wohl wirklich gern.

Dies ist die Sorte Aster novi-belgii ‚Schöne von Dietlikon‘.

Ich mag sie sehr gern, weil sie so schön gleichmäßig wächst und sehr gesund ist.

 

 

Hier steht sie natürlich noch nicht optimal, wir müssen noch einiges umgestalten, aber das wird mit der Zeit schon werden. Wir haben nach dem schnellen Umzug im Frühjahr 2013 erst alles irgendwo in die Erde gesteckt, wo Platz war.  Zur Zeit sind wir gerade dabei den Hof neu zu pflastern. Es sind doch schon einige Löcher und Dellen entstanden im Laufe der letzten Jahre. Wenn wir dann im nächsten Jahr die Gärtnerei auch für den Privatverkauf für 3 Tage die Woche öffnen wollen, muss es auch anständige Parkplätze geben, ohne dass jemand Angst haben muss, mit dem Auto aufzusetzen.

Hohe Aster novi-belgii verkahlt manchmal von unten und ist auch  ist leicht Mehltau empfindlich, deswegen pflanzt man normalerweise etwas davor, was die mehligen Blätter dann ein bisschen abdeckt.  Dicke Sedum ‚Herbstfreude‘ oder ‚Matrona‘, aber auch die weißen ‚Iceberg‘ eignen sich dafür perfekt. Aber auch Gräser die etwas dichter werden, Pennisetum viridescens sorgen für ein ansprechendes Bild. Das spart auch eine Menge Pflanzenschutzmittel.

Wir werden in diesem Jahr noch ein richtig schönes Asternfeld anlegen. Dann können Sie sich, wenn Sie uns vielleicht mal in den nächsten Jahren im Spätsommer besuchen, anschauen, wie so eine Pflanze ausgewachsen aussieht.

Kleine gestauchte Herbstastern (Blaue Jungs usw.), die man jetzt in den Märkten überall findet, werden nämlich in der Regel im nächsten Jahr 1,20 m hoch. Dann kommt oft das böse Erwachen, weil der Standort so gar nicht passt.

Hier sind noch ein paar Schönheiten, die im Moment blühen:

Aster novi-begii 'Marie Ballard'

Aster novi-belgii ‚Marie Ballard‘

Aster cordifolius 'Little Carlow'

Aster cordifolius ‚Little Carlow‘

Rosa_Sieger

Aster novae – angliae ‚Rosa Sieger‘

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Stauden mit Beeren und Fruchtschmuck

Stauden mit Beerenschmuck

Actaea, Christophskraut

Jetzt im Herbst gibt es auch einige staudige Pflanzen, die uns mit ihrem Fruchtschmuck erfreuen.

Das gelbblühende Johanniskraut, Hypricum calcynium in verschiedenen Sorten oder Hypericum androsaemum tragen jetzt braune bis leuchtendrote Beeren.

Hypericum androsaemum

Hypericum androsaemum

Aralia californica und ihre Verwandten sind auch sehr attraktiv mit ihren stacheligen Früchten.

Aralia

Aralia californica

Die giftigen Beeren vom Aronstab, Arum italicum, leuchten schon von weiten aus dunklen feuchten  Anlagen,  auch Physalis alkengii, die Lampionblume zeigt uns, was sie zu bieten hat.

Die Kermesbeeren Phytolacca americana (überhängende Blüten- und Beerenkolben) und Phytolacca acinosa (steif aufrechte Blüten- und Beerenkolben) glänzen tief purpurschwarz.

Verschiedene Actaea Sorten locken mit roten, schwarzen oder weißen Beeren die Vögel an, die sie gern fressen und zur Vermehrung der Pflanze beitragen. Actae pachypoda ist da besonders hervorzuheben. Schneeweiße Beeren sitzen auf leuchtroten Stielen, wenn nicht mehr viel blüht, fällt das besonders ins Auge.

Smilacina racemosa,

Smilacina racemosa,

Kennen Sie  Smilacina racemosa, den Duftsiegel? Es ist ein kleiner Verwandter vom Salomonsiegel, die im Frühsommer erscheinenden Blüten duften sehr angenehm und jetzt im Herbst hat die kleine Schattenpflanze noch einmal ihren großen Auftritt mit leuchtend roten Beerentrauben.

An der Leycesteria formosana, der Karamellbeere, hängen dichte Trauben voller dunkler, leicht nach Karamell schmeckende Beeren in roten Hüllblättern. Die Einbeere, Paris quadrifolia ist bereits am Einziehen, sie trägt ihre schwarzen einzelnen Fruchtbeeren schon eher.

Cornus canadensis, der Teppichhartriegel trägt rote Früchte und bekommt jetzt eine leuchtende Herbstfärbung. Er ist übrigens perfekt als Unterpflanzung für Rhododendron geeignet, die Standortansprüche sind sehr ähnlich.

Leycesteria formosana

Leycesteria formosana

Triosteum, der Fieberwurz fällt erst jetzt durch die roten Beeren auf, die Blüte ist recht unscheinbar.

Pratia angulata ‚Treadwellii‘ hat weiße Blüten und leuchtend pinkfarbenden Fruchtschmuck. Das ist auch mal was ganz Besonderes.

Auch der Ophiopogon, Schlangenbart, überrascht uns mit leuchtend blauen Beeren.

Es gibt eine ganze Menge Pflanzen, die jetzt noch einmal zur Hochform auflaufen, bevor sich die winterliche Ruhe über den Garten senkt.

 

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Versamende Stauden

Stauden Samen Sammeln

Eragrostis elliottiii Sämlinge

Eragrostis elliottii Sämlinge

Sich selbst versamende Stauden sind im Moment groß im Kommen. An Herz legen möchte ich Ihnen das Buch „Blackbox Gardening“ von J. Reif und C. Kreß mit wunderschönen Fotos von Jürgen Becker. Dort erfährt man sehr viel  über dies Thema.

Die Methode mit sich selbst erhaltenen Pflanzen zu gärtnern ist zwar eigentlich ein alter Hut, aber viele Menschen kennen den Umgang mit dieser natürlichen Vermehrungsmethode nicht mehr oder noch nicht..

Pflegeleicht  oder ganz ohne Pflege und ohne ein gutes Auge ist diese Art zu gärtnern nicht, aber eine grüne Wüste aus Rasen, Thuja und Kirschlorbeer ist das auch nicht. Man bedenke nur das stundenlange, ermüdende Rasenmähen…

Manche Stauden sind nicht sehr langlebig, erhalten sich aber durch Selbstaussaat. Wir haben auch viele zweijährige oder bienne Pflanzen im Programm. Manche versamen sich nicht so recht oder Vögel und Ameisen sind schneller, andere keimen erst so spät, dass der Frühjahrsputz im Garten den kleinen Sämlingen auch mal schnell den Garaus macht.

Ein Problem für interessierte Laien ist es sicherlich, den Unterschied zwischen keimenden Wildkräutern (Unkraut) und den Pflanzen zu unterscheiden, die man gerne behalten möchte.

Auch haben manche dieser Stauden, je nach Lage und Bodenbeschaffenheit, den Drang sich so heftig auszubreiten, dass für andere nicht viel Raum bleibt. Bei uns sind es Campanula trachelium und Verbena hastata, auch Onopordum acanthium, die wunderschöne Eselsdistel neigt zu diesem Tun. Da muß man natürlich auch mal regulierend eingreifen.

Einige Beispiele für selbstversamende Blumen: Verbena bonariensis (patagonisches Eisenkraut), Salvia sclarea, (Muskatellersalbei), Digitalis (Fingerhut), Alcea rosea (Stockrosen), Aquilegia vulgaris (Akelei), Verbascum nigrum (Königskerze) und noch viele andere mehr.

Onopordum1Ich habe irgendwann mal den Ausdruck Gartenvagabunden gehört, weil sie sich hier und dort versamen, wo es Ihnen gerade passt. Mitten auf Gartenwegen, in Steinritzen oder direkt am Komposthaufen sind diese Findlinge keine Seltenheit.

Wollen Sie diese Pflanzen gern an bestimmten Plätzen wieder einsetzen, so ist es sinnvoll im Hoch- bis Spätsommer einfach etwas reifen Samen abzunehmen.

Die Reife der Saat erkennt man meistens an der Farbe der Samenkapsel. Oft verfärbt sie sich etwas bräunlich oder der Stängel beginnt, gelb zu werden.

Campanula trachelium Kapsel und Samen, reif

Campanula trachelium Kapsel und Samen, reif

Dann wird es Zeit für die Ernte.

Sie trocknen die Saat ganz leicht auf der Fensterbank auf etwas Zeitung oder Küchenpapier,  füllen ihn in kleine Döschen oder Papiertüten und bewahren ihn trocken und nicht zu warm, aber am besten frostfrei auf.  Vergessen Sie nicht, diese zu beschriften, sonst ist das Chaos perfekt und sie haben bunte Samenbomben für das Guerilla Gardening .

 

 

 

 

Im  Frühjahr ab Mitte März können Sie diesen Samen dort auszubringen, wo die Pflanzen stehen sollen. Leicht einharken, etwas andrücken und angießen, los geht’s mit dem Keimen und Wachsen. Ein Vorkultivieren in Kisten ist auch möglich, aber das sollte dann jeder für sich entscheiden, ob man sich die Arbeit machen möchte.

Digitalis mertonensis reife Kapseln

Digitalis mertonensis reife Kapseln

Digitalis mertonensis unreif

Digitalis mertonensis unreif

Zweijährige Pflanzen wie der Fingerhut bilden im ersten Standjahr nur ihre Grundrosette und blühen erst im zweiten Standjahr. Bei denen sollen Sie bereits gleich nach der Ernte aussähen, damit es im kommenden Jahr bereits wieder erblühen kann.

Auch andere Stauden wie z.B. Helenium, Phlox und Nepeta versamen sich, die Samen sind  aber nicht sortenecht.

Wenn Sie gute farbenprächtige Sorten haben, sollte man diese Exemplare vor der Selbstaussaat schützen, indem man sie früh genug zurückschneidet. Sämlinge entwickeln sich häufig kräftiger als die mit Mühe gezüchtete Mutter und verdrängen diese.

Andere Pflanzen die mit Mühe herangezüchtet wurden, dürfen nur von gleichen Sorten befruchtet werden.

Wir haben zum Beispiel hier die Vexiernelke, Lychnis coronaria ‚Angel’s Blush‘ hier stehen. Glücklicherweise wohnen wir recht einsam mit wenigen Nachbarn, so dass ich da fremde Sorten oder die Urform gleich entfernen kann. Sonst würde mit der Zeit die rote Art überwiegen.

Lychnis coronaria 'Angel's Blush'

Lychnis coronaria ‚Angel’s Blush‘

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Der Topfgarten

Der Topfgarten, ein immer schöner Garten auf engstem Raum

Unsere Welt wird kleiner und enger, auch die Grundstücke und Gärten scheinen von Jahr zu Jahr kleiner zu werden. Aber auch auf kleinen Terrassen und Balkonen sollte doch eine schöne grüne und blühende Vielfalt zu finden sein.

Im Frühjahr beginnt der Blütenreigen mit bunten Zwiebelblühern, Schneeglöckchen, Krokussen und Tulpen, die bereits im vorigen Herbst gepflanzt wurden.

Immer- oder wintergrüne Gräser bringen ein wenig Abwechslung, auch Hebe oder kleine Buchsbaumtöpfe verleihen auch im Winter oder im frühen Frühjahr Struktur, wenn noch alle anderen mehrjährigen Stauden und Gehölze noch nicht ihre Winterruhe beendet haben. Auch Bergenien, vor allem die Sorten mit Laubverfärbung wie Eroica bieten ein frühes Highlight. Auch dunkellaubige Heuchera Sorten sind sehr gut geeignet. Ab Mai beginnen Geranium ‚Rozanne‘, ein Dauerblüher und der Star unter den Storchschnäbeln, auszutreiben, auch die Hostablätter entrollen sich.

Gerade für halbschattige -schattige Topfgärten sind diese abwechslungsreichen Pflanzen gut geeignet.  Auch das japanische Berggras eignet sich hervorragend für solche Plätze.Hakonechloa_macra_Aureola_1

Nicht winterharte Pflanzen wie Pelargonien, (Es gibt die tollsten Blattschmucksorten) Petunien oder Fuchsien blühen den ganzen Sommer über, duftende Heliotrop und viele andere Schönheiten passen hervorragend in dies Ambiente. Im Sommer kann man auch viele Kräuter in Töpfen ziehen, auch kleine Tomaten oder Chili wachsen völlig unproblematisch.

Im Spätsommer haben Sedum Arten, die übrigens den ganzen Sommer gut aussehen ihren großen Auftritt, gefolgt von Astern aller Art. Auch die dicken Topfchrysanthemen sollten nicht fehlen.

Aegopodium podagrariaNatürlich ist ein solcher Topfgarten auch pflegeintensiv. Pünktliche Wassergaben sind wichtig, dafür gibt es auch schon allerlei Technik, ausreichend Dünger muss gegeben werden und hin und wieder sollte man auch ausputzen, damit abgestorbene Blätter nicht den Gesamteindruck verschlechtern.

Aber denken Sie auch dran, dass die Gefäße zusammenpassen. Es gibt viele verschiedene Stilrichtungen, aber alles gemixt oder möglichst noch jeder Topf mit Kügelchen, Elfen, Windmühlen und was der Handel sonst noch hergibt dekoriert, kann auch zu einem chaotischen Gesamteindruck führen. Manchmal ist weniger da mehr.

Im Winter ist ein Verpacken der Gefäße oft unerlässlich. Eine dicke Laubschicht um die Töpfe hat sich am besten bewährt. Ist das nicht machbar, so gibt es im Handel verschiedene Vliese, die dafür gut geeignet sind.

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Aruncus, Waldgeißbart

Aruncus, Waldgeißbart

Aruncus dioicus

Aruncus dioicus

Für waldähnliche halbschattige Lagen oder Gebäudenordseiten ist der Waldgeißbart genau die richtige Pflanze.  Er liebt leicht feuchte, kühle Plätze mit humoser Erde.

Seine cremeweißen Blüten gleichen großen cremeweißen Federbüschen, die Blätter sind 3 – 5 fach gefiedert. Aruncus wächst horstig, das heißt, er wird zwar von Jahr zu Jahr größer,  bildet aber keine Ausläufer, die Nachbarpflanzen verdrängen könnten. Aruncus blüht im Sommer, Juni-Juli, Bienen und andere Insekten besuchen ihn oft und gern

Im Herbst zieht die Staude ein und überwintert in unterirdischen Rhizomen. Man schneidet sie zurück, wenn sie unansehnlich wird. Eine Weile kann sie noch als Winteraspekt stehen bleiben.

Besonders schön wirkt Aruncus vor hohen Hecken oder Mauern, auch vor einem Waldstück oder Gebüsch kommen ihre hellen Federbüschel gut zur Geltung. Ideale Nachbarn sind Aconitum (Eisenhut), hohe Glockenblumen, Hosta (Funkien), Farne, Fingerhut, Astilben (Prachtspiere) und schatttenverträgliche Gräser wie Deschampsia.

Es gibt eine Anzahl verschiedene Sorten, hohe, niedrige oder mit  ausgefallenem Laub. Der Züchter Ernst Pagels aus Leer (1913-2007) hat sich mit den Aruncus befasst und unter anderem die Sorten Horatio, Johanni(s)fest und Woldemar Meier ausgelesen. Diese sind kürzer und buschiger als unsere heimische Art, haben kupferrote Austriebe und eignen sich auch für kleinere Gärten. Auch vertragen die Aruncus aethusifolius Typen viel mehr Sonne und Trockenheit als die Aruncus dioicus und A. sinensis. Waldgeißbart ist eine sehr langlebige Staude, 25-30 Jahre an einem Standort sind keine Seltenheit.Aruncus_Hybride_Woldemar_Meier

Die Aruncus Sorten werden in Staudengärtnereien durch Teilung (generativ) vermehrt, dadurch bekommt man immer Pflanzen mit den gleichen Eigenschaften. Aruncus ist sonst zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die weiblichen Blüten sind reinweiß und leicht überhängend, die männlichen Blüten eher cremeweiß und aufrecht.

Es gibt Aruncus von ganz niedrig, bis zu fast 2 Metern Höhe.

Hier ist ein Überblick unserer Sorten:

Aruncus aethusifolius, 20 cm, rote Herbstfärbung, farnähnlichee Blätter

Aruncus aethusifolius ‚Noble Spirit‘, 20 cm, glutrote Herbstfärbung

Aruncus dioicus, heimische Wildform, groß, prächtig, bis 2 m

Aruncus dioicus ‚Kneiffii‘, sehr elegant geschlitzte Blätter, bis 120 cm, langsam wachsend

Aruncus aethusifolius ‚Horatio‘, feine Blätter, rote Stiele, kompakt, 80 cm

Aruncus aethusifolius ‚Woldemar Meier‘, kompakt, 60 cm, rote Stiele

Aruncus aethusifolius ‚Johannifest’, kompakt, 50 cm, rote Stiele

Aruncus sinensis ‚Zweiweltenkind‘, gleichmäßiger Wuchs, 130 cm, späte Blüte (Foerster)

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Astern, ein (nicht nur) herbstliches Blütenmeer

Astern, eine Sortimentsvorstellung

Der Herbst ist die große Zeit der Astern, überall leuchten in den Gärten die bunten Korbblüten noch heraus, ehe die ersten stärkeren Nachtfröste der Farbenpracht ein Ende machen.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten und Sorten für fast jeden Platz im Garten, die meisten sind aber wüchsig und kräftig. Bescheidenheit ist nicht die Stärke dieser Gattung.

Eher ist es ein Farbenfeuerwerk von violettblauen bis weißen und rosa-lila Tönungen, die unsere Blicke auf sie lenken. Warum kleckern, wenn man  zum Ende der Saison noch mal so  richtig klotzen kann?

Aster_novae_angliae_Barr's_Blue

Aster novae-angliae ‚Barr’s Blue‘

Fast alle Astern brauchen einen sonnigen warmen Platz, der Boden sollte mäßig feucht, aber auch ausreichend durchlässig sein.

Winterliche Staunässe wird von den Astern nicht vertragen, allerdings sollte die Erde während der Wachstumperiode auch nicht zu sehr austrocknen.

Astern mögen auch gern eine gute Gabe Kompost im Frühjahr.

Wenn die Standortbedingungen und der Nährstoffgehalt stimmt, dann bekommen sie meistens auch nicht so schnell Mehltau.

Hier bei uns im Norden auf dem nährstoffreichen Marschboden sind sie kaum zu bremsen.

Aster novi-belgii 'Violetta'

Aster novi-belgii ‚Violetta‘

Als mehltaufrei oder resistent gelten folgende Arten:

Aster alpinus, Aster tongolensis, Aster nova-angliae

Astern pflanzt man am besten in Gruppen, wobei man die Wuchshöhen unbedingt berücksichtigen sollte.

Hohe Raublattastern und Myrtenastern setzt man am besten in den hinteren Teilen der Beete ein, kleine Aster pansos ‚SnowFlurry‘ sind eher die kleinen Kriecher im Steingarten oder am vorderen Rand der Beete.

Aster pansos 'Snow Flurry'

Aster pansos ‚Snow Flurry‘

Aster divaricatus  und Aster cordifolius sind  übrigens auch für den Schatten geeignet.

Aster erecoides 'Pink Star'

Aster erecoides ‚Pink Star‘

Als Partner zu Astern eignen sich Echinacea, Coreopsis, Miscanthus sinensis, Panicum Pennisetum und andere Gräser.

Auch lassen sich Blumenzwiebeln und Allium gut mit ihnen kombinieren, blühen sie doch zu einem Zeitpunkt, wo sich bei den Astern erst nur Grün zeigt.

Es gibt sehr viele verschiedene Astern bei Zauberstaude, hier ist eine Auflistung der vorrätigen Arten:

Name Blüte Wuchs und Standort Besonderheiten
Aster ageratoides ‚Asran‘ 7-8, hellblau, gelbes Auge 70 cm, sonnig-halbschattig, Sehr reichblütig, vital, gesund
Aster ageratoides ‚Ashvi‘ 7-10, weiß mit gelben Auge 70 cm, sonnig – halbschattig Sehr reichblütig, gesund und vital   *
Aster ageratoides ‚Adustus Nanus‘ 7-10, hellviolett, gelbes Auge 20 cm, sonnig – halbschattig Kurze Neuheit, gesund, vital und reichblütig
Aster alpinus 5-6, violettblau, gelbes Auge 20 cm, sonnig Wildform
Aster alpinus ‚Albus‘ 5-6, im Oktober Nachblüte möglich, weiß, gelbes Auge 25 cm, sonnig Reichblütig, gesundes Laub
Aster alpinus ‚Dunkle Schöne‘ 5-6, kräftig violett, gelbes Auge 25 cm sonnig Reichblütig, gesundes Laub *
Aster alpinus ‚Goliath‘ 5-6, lila, großblumig 30 cm, sonnig Reichblütig, gesundes Laub, die größte ihrer Art
Aster alpinus ‚Happy End‘ 5-6, rosa, gelbes Auge 35 cm, sonnig Reichblütig, gesundes Laub
Aster alpinus ‚Weiße Schöne‘ 5-6, weiß, gelbes Auge 20 cm sonnig Gesundes Laub, normale Blüte
Aster amellus ‚Blue King‘ 8-10, dunkelviolett, 45 -55 cm, sonnig sehr reichblütig, gesund und vital, standfest
Aster amellus ‚Butzemann‘ 8-10, dunkelblauviolett 50 cm, sonnig Reichblütig, dunkel leuchtend, gesund
Aster amellus ‚Dr. Otto Petschek‘ 7-9, lilablau 70 cm, sonnig Reichblütig, gesund, alte Sorte von 1937
Aster amellus ‚King George‘ 8-10, blauviolett 70 cm, sonnig Reichblütig, spät blühend
Aster amellus ‚Mira‘ 8-10, blauviolett 50 cm, sonnig Reichblütig Spät blühend, gesund, wiederstandsfähig
Aster amellus ‚Peach Blossom‘ 8-9, rosaviolett 50 cm, sonnig Reichblütig, besondere Farbe
Aster amellus ‚Rosa Erfüllung‘ 8-10, rosaviolett 40 – 50 cm, sonnig Reichblütig, gesund und standfest
Aster amellus ‚Rudolf Goethe‘ 8-10, hellblauviolett 60 cm, sonnig Reichblütig
Aster amellus ‚Sonia‘ ‚Sonja‘ 9-10, helles rosalila 60 – 70 cm, sonnig Reichblütig, gesund, besondere Farbe
Aster amellus ‚Sternkugel‘ 9-10, blauviolett 50 cm, sonnig Reichblütig, gesund, vital, strahlige Blüte, standfest
Aster amellus ‚Veilchenkönigin‘ 9-10, dunkelviolett 50 -60 cm, sonnig Ausgezeichnete Sorte,Züchter Karl Foerster *
Aster cordifolius ‚Blütenregen‘ 10-11, hell lavendelblau 80 -100 cm, halbschattig, Gehölzrand Reichblütig, gute Schnittblume *
Aster cordifolius ‚Ideal‘ 9-10,  hell-lavendelblau 100cm, halbschattig Reichblütig, gute Schnittblume
Aster cordifolius  ‚Little Carlow‘ 8-10, hellviolettblau 80 cm, halbschattig Gesund, gute Schnittblume
Aster cordifolius ‚Photograph‘ 9-11, fliederfarbend 100 – 120 cm, halbschattig Spät, hoch, gute Schnittblume, sehr reichblütig
Aster divaricatus ‚Tradescant‘ 8-10, weiß, fein, gelbes Auge 70 cm, halbschattig Etwas schwächer im Wuchs als die Art, dunkle Stängel, gesund, reichblütig
Aster divaricatus 8-11, weiß, fein, gelbes Auge 80 cm, halbschattig Äußerst reichblütig, gesund, standfest
Aster dumosus ‚Apollo‘ 9-11, spät, weiß im Verblühen rosa überhaucht 40 cm, sonnig Reichblütig, gesund, vital
Aster dumosus ‚Augenweide‘ 9-10, früh, blauviolett 20 cm, sonnig Reichblütig, gesund, vital
Aster dumosus ‚Blaue Lagune‘ 9-10, mittelfrüh, violettblau 40 cm, sonnig Sehr reichblühend, schönes Laub, gesund, vital *
Aster dumosus ‚Early Blue‘ 7-8, sehr früh, blauviolett 30 cm, sonnig Frühste Sorte, kompakt
Aster dumosus ‚Heinz Richard‘ 9-10, mittelfrüh, purpurviolett 40 cm, sonnig Reichblütig, gesundZüchter Klose
Aster dumosus ‚Herbstgruß vom Bresserhof‘ 9-10, mittelfrüh, lilarosa 40 cm, sonnig Sehr reichblütig, gesund vital, Züchter Pötschke 1956
Aster dumosus ‚Jenny‘ 9-10, mittelfrüh, leuchtend karminrosa 40 -50 cm, sonnig Reichblütig, leuchtende Farben
Aster dumosus ‚Kassel‘ 9-10, mittelfrüh, purpurviolett 30 cm, sonnig Reichblütig, auch gute Blattschmuckwirkung
Aster dumosus ‚Kristina‘ 9-11, spät, milchweiß im Abblühen zartrosa 40 cm, sonnig Reichblütig, schöne Fernwirkung
Aster dumosus ‚Lady in Blue‘ 9-10, mittelfrüh, helles lilablau 40 cm, sonnig Sehr reichblütig, vital,schöne Fernwirkung
Aster dumosus ‚Mittelmeer‘ 9-11, spät, violettblau 40 cm, sonnig Sehr reichblühend, sehr gute Fernwirkung, vital
Aster dumosus ‚Nesthäkchen‘ 9-11, mittelspät, purpurviolett 20 cm, sonnig Reichblütig, niedrigste rote im Sortiment
Aster dumosus  ‚Professor Anton Kippenberg‘ 9-11, spät, violettblau 30 cm, sonnig Reichblütig, widerstandsfähig, vital
Aster dumosus ‚Rosenwichtel‘ 9-11, spät, lilarosa 20 -30 cm, sonnig Sehr reichblütig, gesund und vital
Aster dumosus ‚Schneekissen‘ 10-11, spät, cremeweiß 15-20 cm, sonnig Reichblütig
Aster dumosus ‚Schneezicklein‘ 10-11, weiß, im Abblühen silbrigblau 20-25 cm, sonnig Reichblütig, gute Fernwirkung
Aster dumosus ‚Silberblaukissen‘ 9-10, mittelfrüh, hell lilablai 35-40 cm, sonnig Sehr reichblütig, gute Fernwirkung
Aster dumosus ‚Starlight‘ 9-10, spät, weinrot 30 -40 cm, sonnig Schöne leuchtende Farbe, vital
Aster erecoides ‚Erlkönig‘ 9 -11, hellblauviolett, 120 cm, sonnig Reichblütig, vital, gesund
Aster erecoides ‚Golden Spray‘ 8-10, weiß, gelbe Mitte 120, sonnig Reichblütig, schöne Schnittblume, standfest, gesund
Aster erecoides (vivimeus) ‚Lovely‘ 9 -11, helles rosalila 90 cm, sonnig Sehr reichblütig, gesund, vital
Aster erecoides Pink Cloud‘ 8-10, violettrosa, 120 cm, sonnig Sehr reichblütig, standfest und gesund
Aster erecoides ‚Ringdove‘ 9-10, silberiges lilarosa 120 cm, sonnig Reichblütig, standfest, schöne Schnittblume
Aster erecoides ‚Schneetanne‘ 10-11, weiß Bis 150, sonnig Reichblütig, standfest, vital, kahlt von unten auf
Aster erecoides ‚Schneegitter‘ 9-10, weiß mit gelbem Auge 120, sonnig Reichblütig, standfest, gesund, straffe Seitentriebe
Aster erecoides ‚Weißer Zwerg‘ 8-9, weiß, gelbes Auge Max. 50 cm, sonnig Reichblütig, standfest, gesund
Aster erecoides (pansos) ‚Snowflurry‘ 9-10, weiß, gelbes Auge 15 -20 cm, sonnig Reichblütig, gesund, vital, niederliegende Triebe
Aster laevis 10-11, hellviolett 110-130,  sonnig Reichblühend, standfest, leuchtend
Aster laevis ‚Blauschleier‘ 9-10, blauviolett 90-120, sonnig Mäßig blühend, aber sehr wirkungsvoll, gut standfest
Aster laevis ‚Calliope‘ 9-11, hellviolett 120-140 cm, sonnig Großblütig, mäßig blühend, aber toller Kontrast zu den dunklen Stielen *
Aster lateriflorus ‚Lady in Black‘ 10 – 11, weiß mit pinkroter Mitte 70 cm, sonnig Sehr interessante Späte Aster mit dunklem Laub auch als Strukturpflanze sehr schön
Aster lateriflorus ‚Prince‘ 9-11, weiß mit pinkroter Mitte, 60 cm, sonnig Reichblütig, standfest, noch ein Nachzügler im Staudenbeet
Aster linosyris 8-10, gelbe Knopfblüten 60 cm, sonnig Gesund, überreich blühend, standfest, vital, gesund, hält 4 Wochen in der Vase *
Aster macrophyllus ‚Albus‘ 8-9, weiß 90 cm, halbschattig Verträgt auch Trockenheit
Aster macrophyllus ‚Twilight‘ 7-8, blauviolett, große Blüten 90 cm, halbschattig Verträgt auch Trockenheit, reichblühend, robust *
Aster macrophyllus 8, blauviolett 90 cm, halbschattig Verträgt auch Trockenheit
Aster novae-angliae ‚Alma Pötschke‘ 8-10, pink, leuchtend 80 -120 cm, sonnig Reichblütig, gesund, ausgefallene Farbe
Aster novae-angliae ‚Paul Gerber‘ 8-10, purpurrosa 120-150 cm, sonnig Reichblütig, gesund, standfest, bekannte alte Sorte
Aster novae-angliae ‚Barr’s Blue‘ 9-11, blauviolett 130-160 cm, sonnig Reichblütig, weit leuchtend, gesund *
Aster novae-angliae ‚Herbstschnee‘ 8-10, weiß, gelbe Mitte 120 – 140, sonnig Reichblütig, gesund, Farbe einzigartig
Aster novae-angliae ‚Purple Dom‘ 9-11, tiefviolett 60 cm, sonnig Sehr schöne kurze, dunkle Sorte, standfest, gesund, in kühlen Jahren muß mit weniger Blüte gerechnet werden *
Aster novae-angliae ‚Rosa Sieger‘ 9-10, rosa 130 -140 cm, sonnig Besondere Farbe, gesund
Aster novae-angliae ‚Rubinschatz‘ 8-10, leuchtend purpur 140 – 150 cm, sonnig Außergewöhnliche Farbe, gesund, Karl Foerster Züchtung
Aster novae-angliae ‚Rudelsburg‘ 9-10, magentarosa 120 – 140 cm, sonnig Gesund, standfest reichblütig
Aster novae-angliae ‚Violetta‘ 8-10, dunkelviolett 130 – 140 cm, sonnig Standfest, gesund, reichblütig *
Aster novi-belgii ‚Blaue Nachhut‘ 9-11, spät, helles lilablau 130 – 160 cm, sonnig Sehr spät, auffällig leuchtend
Aster novi-belgii ‚Bonningdale White‘ 8-10, weiß 90 -120 cm, sonnig Weiß, reichblühend,
Aster novi-belgii ‚Dauerblau‘ 9-11, lila 120 -140 cm, sonnig Reichblütig, standfest, alte, bewährte Sorte, Karl Foerster Züchtung
Aster novi-belgii ‚Fuldatal‘ 9-11, dunkelviolett 100 cm, sonnig Reichblütig, sehr leuchtende große Blüten
Aster novi-belgii ‚Gayborder Splendour‘ 9-10, purpurviolett 70 cm, sonnig Reichblütig, staandfest, leuchtend
Aster novi-belgii ‚Karminkuppel‘ 9-11, purpurrosa 100 cm, sonnig Sehr reichblütig, leuchtend, standfest, gesund, Topsorte *
Aster novi-belgii ‚Patricia Ballard‘ 8-10, dunkles Purpurrosa 100 cm, sonnig Reichblütig, halbgefüllte Blüten
Aster novi-belgii ‚Porzellan‘ 9-11, zartes silberblau 80 cm, sonnig Tolle Farbe, gesund und vital *
Aster novi-belgii ‚Rosenquarz‘ 9-11, silbrig rosa 100 cm, sonnig Feinstrahlige, fransig gefüllte Blüten, gesund standfest, Karl Foerster Züchtung
Aster novi-belgii ‚Royal Ruby‘ 8-10, leuchtend purpurrot 70 cm, sonnig Standfest, kompakt, außergewöhnliche Farbe
Aster novi-belgii ‚Schneeberg‘ 9-11, weiß 100 cm, sonnig Standfest, reichblütig
Aster novi-belgii ‚Schöne von Dietlikon‘ 8-10, blauviolett 110 cm, sonnig Standfest, sehr schöner Wuchs und ’sauber‘ geformte Blüten, als Schnittblume sehr gut geeignet *
Aster novi-belgii’Violetta‘ 9-11, violett 100 cm, sonnig Standfest, reichblütig, tolle klare Farbe
Aster pringlei ‚Monte Casino‘ 9-11, weiß 80 cm, sonnig Aufrechte Triebe, lockere Blütenrispen, lange Blütezeit
Aster pringlei ‚Pink Star‘ 9-11, hellrosa 100 cm, sonnig Standfest, lange blühend, verzweigte Blütenstände
Aster pyrenaeus ‚Lutetia‘ 8-10, helles rosaviolett 70 cm, sonnig-halbschattig Gesund, vital, sehr schöne, schwer zu beschreibende Farbe, von silberrosa- hellviolett reichen die Beschreibungen *
Aster sedifolius 7-10, hellblau 70 cm, sonnig Wildart, standfest, reichblühend, verträgt Trockenheit
Aster sedifolius ‚Nanus‘ 7-10, hellblau 40 cm, sonnig kompakt, standfest,  reichblühend, verträgt Trockenheit
Aster tongolensis ‚Wartburgstern‘ 5-6, leuchtend violett, gelbe Mitte 50 cm, sonnig Frühblühend, sehr schöne Sorte, großblütig, duftend*
Aster umbellatus 7-9, weiß 150 cm, halbschattig Reichblütig, standfest, gesund,  im Herbst rote Stängel
Aster x frikartii Jungfrau‘ 8-10, violettblau 70 cm, sonnig Sehr reichblütig, standfest, gesund, vital, straffe Stiele
Aster x frikartii ‚Mönch‘ 8-10, violettblau 80 cm, sonnig Sehr reichblütig, standfest, gesund, vital,  rundliche Blüte, die gelbe Mitte sieht aus wie eine Tonsur
Aster x frikartii ‚Wunder von Stäfa‘ 8-10, zartes Lilablau, etwas später, als die anderen Sorten 80 cm, sonnig Sehr reichblütig, gesund, standfest, feinstrahlige Blüten *

* Zauberstaudes Liebling

(obwohl die Entscheidung nicht so einfach ist, eigentlich liebe ich sie alle :o))

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Laubschlucker

Laubschlucker
Im Naturgarten braucht man nicht zu fegen, blasen, harken usw. Die Arbeit kann man sich wirklich sparen.
Wo bleibt denn in der Natur das Laub? Es ist bei weitem kein Abfall, Unrat oder Dreck. Es landet auf den Boden und wird dort von Würmern, Pilzen, Mikroorganismen aufgenommen und wieder in Humus und Nährstoffe für die Pflanzen zurückverwandelt. Bodennahe Pflanzen halten es fest und sorgen damit im Grunde genommen für ihre eigene Nährstoffversorgung.
Warum machen wir uns dieses nicht zu Nutze und pflanzen solche bodennahen Laubschlucker?

Geranium, Storchschnabel

Geranium, Storchschnabel

Pachysandra (Ysander, Dickmännchen), Geranium maccrorhizum und Geranium endressii (Storchschnabel), Waldsteinia ternata (Golderdbeere), Vinca (Immergrün), Lamium und Lamiastrum (Taubnessel Arten), Epimedium (Elfenblume, Hedera (Efeu), Polystichum (Schildfarn), Phyllitis, (Schildfarn), Luzula sylvatica (Waldsimse) und Pulmonaria (Lungenkraut) helfen Ihnen  bei der Arbeit.

Schwer verrottbares Laub sollte man eher hinten unter Büsche fahren, dort stört es nicht, wenn es auch mal ein Jahr liegt, Auch Walnuss- und Eichenlaub ist etwas schwer verdaulich und kann besser etwas abgelegen kompostiert werden, wobei das leicht kalkhaltige Buchenlaub ein Leckerbissen für viele Stauden darstellt.
Kastanienlaub, das von Miniermotten befallen ist, sollte man lieber entsorgen, damit die Nachkommen dieser Schädlinge vom Grundstück entfernt werden. Auch vom Rasen muss auch das Laub entfernt werden, oft kann man beim letzten Schnitt einfach das Laub mit zerkleinern und kompostieren.
Aber quälen Sie sich nicht mit den Blättern herum, lächeln sie über die Nachbarn, die sich mit Laubbläsern, Rechen, Harken, Karren und Anhängern wahre Schlachten liefern. Unterpflanzen Sie einfach Ihre Rabatten mit laubschluckenden Stauden und lassen Sie der Natur ihren Lauf.

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Minze, Minze, Minze…..

Mentha_species_Asiatische_MinzeZur Zeit haben wir einen Minzüberschuß, wir  haben alle Sorten zurückgeschnitten und jetzt hängen hier jede Menge verschiedene Sorten in Bündeln herum.

Jetzt überlegen wir gerade, was wir draus machen.

‚Hugo‘ ist schon ganz lecker, ein Longdrink mit Minzblättern, Limetten und Prosecco (geht auch mit Mineralwasser gemischt als Light Version), das eignet sich gut für die lauen Sommerabende auf der Terrasse.

2cl weißer Rum, 1/2 Limette in Scheiben schneiden, leicht ausdrücken, 5-6 Minzblätter oder zwei Stängel Mojitominze, marrokanische Minze oder ähnlich süßliche Teeminzen mit wenig Menthol, etwas Holunderblütensirup und ein paar Eiswürfel dazu,  mit 150 ml Prosecco aufgießen.

Sehr lecker!

Aber wir können uns ja nicht nur damit versorgen, dann bekommen wir ja nichts anderes mehr auf die Reihe und die Pakete landen alle sonstwo 😉

Trocknen und für Tee einlagern  geht auch.

Wir hängen sie auf der Nordseite vom Haus unters Dach in handlichen Bündeln auf.  Man muß nur gut aufpassen, dass sie recht locker gebündelt sind und nicht schimmeln.Bei diesem herrlichen Sommerwetter und unserem in Nordseenähe ständig leichtem Wind ist das aber kein Problem.

Ein Teil wird auch zu Minzsirup verarbeitet, den kann man ganz hervorragend mit Mineralwasser mischen, eine herrliche Erfrischung für heiße Tage . Dazu benötigt man 2 Handvoll aromatische Minze, wie z.B. ‚Nane‚ oder Apfelminze. Es soll eine fruchtige Sorte sein, die nicht zuviel Menthol enthält.

Diese gibt man mit 1 lWasser  und einem Päckchen Zitronensäure (gibt es in jedem gut sortirtem Lebensmittelgeschäft) in einen Topf rührt gut um und läßt sie 24 Stunden ziehen.

Dann wird alles durch ein Sieb gegossen, in einen Kochtopf gegeben, ca. 700 g Zucker dazu und 5-10 Minuten einkochen lassen.

Den heißen Sud gibt man in vorher gut gereinigte und eventuell auch abgekochte Gläser oder Flaschen (Ich nehme immer kleine Marmeladengläser, große Flaschen ist mir zu vie)l auf einmal)

Achtung, Glasgefäße vorm Befüllen mit kochender Flüssigkeit auf ein nasses Tuch stellen, sonst platzen sie!)

Schnell gut verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Fertig!

Mentholhaltigere Sorten wie Schweizer Minze und  sind eher als Heilpflanzen zu verwenden, die werden nur getrocknet, und anschließend in dunkle Gefäße aufbewahrt. Die Erkältungszeit kommt noch früh genug wieder.

Aber nehmen Sie für die oben genannten Rezepte bitte Minze aus dem Garten, frische Pflanzen aus dem Supermarkt haben bei weitem nicht das Aroma, was sich draußen entwickelt.

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Dachbegrünung

Dachbegrünung

Sedum plantsSeit einigen Jahren wird glücklicherweise immer mehr Wert auf ein naturnahes Bauen gelegt. Dadurch rückt ein begrüntes Dach immer mehr in den Vordergrund. Es steht mehr Fläche der Natur zur Verfügung, das Regenwasser wird gespeichert und nur langsam abgeleitet, entlastet so die städtischen Kläranlagen, auch kühlt so eine Anlage das Haus. Das Stadtklima wird verbessert, Schadstoffe und Staub werden aus der Luft gefiltert. Neuer Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Kleintiere entsteht.

Die Fachleute unterscheiden hier zwischen

·       Intensive Dachbegrünung: wie ein Garten, pflegeintensiv, sogar Gemüseanbau ist möglich. Dachterrassen, Staudenbeete, Rasen und sogar kleine Bäume kann man dort anpflanzen.

·        Extensive Dachbegrünung: pflegeleicht, leichter Unterbau (4-15 cm), naturnah angelegte Pflanzungen mit besonderer Anpassungsfähigkeit an extreme Bedingungen. Aus Moosen, Sukkulenten, Gräsern und Kräutern wird eine dichte Matte gebildet, die sich fast selbst erhält. Normalerweise braucht man 1-2 Pflegegänge pro Jahr.

Sedum_ellacombianumEine kleines Gründach lässt sich auch auf Carports, Gartenhäusern und sogar auf Vogelhäuschen machen, vielleicht probieren Sie es klein aus, bevor Sie sich an größere Projekte wagen.

Regional wird der Aufbau einer Dachbegrünung auch von den Kommunen gefördert, fragen Sie einfach mal nach.

Es ist wichtig, die Pflanzen auf den Dächern dicht genug zu setzen, 20 Pflänzchen pro m² sollten es schon sein, zu weite Abstände fördern das Ausspülen des Substrats bei stärkeren Regenschauern.

Seit 2013 bieten wir auch Pflanzen für eine extensive Dachbegrünung an. Zum einen sind das Mixkisten mit 50 (54) oder 100 (108)verschiedenen Pflanzen zum Ausbessern großer Flächen oder auch für die Anlage kleinerer Flächen wie Carports, Garagen, Gartenhäusern usw. Die Ballen haben einen Durchmesser von 3-4 cm und lassen sich deswegen besser pflanzen als große Pflanzen im 9 cm Topf.Sempervivum_Weisse_Feder

Zum anderen haben wir auch bald Platten mit je einer Sorte im Angebot. Dazu ist hier die Liste mit unseren Arten und Sorten:

Für sonnige Lagen:

Festuca ovina, Schafschwingel

Origanum vulgare, Oregano

Petrohagia saxifraga, Felsennelke

Potentilla verna

Potentilla neumanniana ‚Nana‘

Prunella grandiflora

Thymus serpyllum, Sandthymian

Thymus pseudolanuginosus, Teppichthymian, Wollthymian

Sedum album ‚Coral Carpet‘, Rotmoossedum

Sedum album ‘Murale’, Fetthenne

Sedum cauticola,  Fetthenne

Sedum sexangulare

Sempervivum tectorum, Dachwurz

Sempervivum Mischung, Dachwurz

Sedum floriferum ‚Weihenstephaner Gold‘, Mauerpfeffer

Sedum floriferum ‚Immergruenchen‘, Mauerpfeffer

Sedum lydium, Fetthenne

Allium shoenoprasum, Schnittlauch

Anthemis tinctoria, Farberkamille

Campanula rotundifolia, Glockenblume

Sedum reflexum, Tripmadam

Sedum spurium ‘Album Superbum’

Sedum spurium ‘Fuldaglut’

Dianthus carthusianorum, Karthäusernelke

Dianthus deltoides, Heidenelke

Saponaria ocymoides, Seifenkraut

Alyssum saxatile, Steinkraut

Antennaria dioica

Armeria maritima

Campanula poscharskyana

Cerastium tomentosum, Hornkraut

Delosperma in Sorten, Mittagsblume

Dianthus alpinus, Alpennelke

Euphorbia myrsinitis, Walzenwolfsmilch

Sedum acre

Sedum aizoon

Sedum sexangulare

Hieracium, das Habichtskraut, lassen wir erst mal außen vor, es versamt sich stark und verdrängt hier andere Pflanzen.

Für schattige Lagen:

Ajuga pyramidalis ‚Metallica Crispa‘, Günsel

Chamamaelum nobile, römische Kamille

Bergenia crassifolia, Bergenie

Sedum ellacombianum

Sedum floriferum ‚Weihenstephaner Gold‘

Sedum floriferum ‚Immergrünchen‘

Helleborus foetidus

Fragaria ‚Rügen‘, Walderbeere

Helianthemum nummularium, Sonnenröschen

Globularia cordifolia, herzblättrige Kugelblume

Alchemilla erythropoda,  Frauenmantel

Geranium sanguineum ‚Compactum‘

Koeleria glauca

Sesleris caerulea

Saxifraga paniculata

Gypsophila repens

Schattige, etwas feuchtere Lagen:

Saxifraga arendsii

Cymbalaria muralis

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Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen
Diese heimische Wildstaude kommt ,wie ihr Name schon sagt, in Gebüschen, in krautreichen Laub- und Nadelwäldern, aber auch in mageren Bergwiesen vor. Sie wächst sowohl in der Ebene als auch auf 1800 m in den Alpen. Als Mullbodenpflanze mit flachem, kriechendem Wurzelstock kommt das Buschwindröschen mit fast jedem Boden zurecht. Die Pflanze wächst vor spätaustreibenden Gehölzen wie großen Bäumen und erhält im Frühjahr reichlich Licht und Wasser. Schnell entwickelt sie Blätter und Blüten, bevor die austreibenden Bäume, oft Buchen, Licht und Wasser wegnehmen. Dann zieht sich das Buschwindröschen in den Wurzelstock zurück und übersteht so die Trockenheit im Sommer. Anemone nemorosa gehört damit zu den Frühjahrsgeophyten, die alle diese Überlebensstrategie verwenden. (Galanthus, Crocus, Scilla, Ranunculus ficaria, Allium ursinum und viele andere zwiebel- oder knollen-bildende Stauden.

 

Buschwindröschen sind seit dem Altertum als Wildpflanze bekannt, jedoch ohne erfasste Wirkung und Verwendung. Früher wurden sie botanisch auch ranunculus nemorosus genannt, nach der Familie, den Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse). Der Volksmund kennt hunderte von Namen für die schöne Frühlingsstaude, z. B. Mehlblüemli, Milchblüemli, Käsblume, Schmalzblume, Speckblume, Hemdscheißer, Altweibergras, Windeli, Schlodderblume, Kräjenblummen, Bettseicher, Brandblume, Gichtblume und Kaffeeblume.

 

 

Anemone nemorosa 'Robinsoniana'

Anemone nemorosa ‚Robinsoniana‘

Auch bei der Anemone nemorosa gibt es einen großen Unterschied zwischen der üblichen Verwendung der Staude im Garten, bei der für eher sonnige Partien vor Gehölzen großflächig die in Gärtnereien kultivierte „Wildform“ eingesetzt wird, und dem seit Jahrhunderten erweiterten Sammlersortiment, wo Naturfindlinge aus ganz Europa, Asien, Nordamerika sowie Auslesen und Kreuzungen zusammengetragen und getauscht werden. Es gibt vermutlich hunderte Namenssorten, oft unter irreführenden Doppelbenennungen und Verwechslungen, denn der Teufel steckt im Detail: Blütengröße, Färbung (weiß über rosa bis blau), einfach- oder gefüllt, Wachstum und Blattwerk. Die bekanntesten Sorten sind „Alba Plena“, „Robinsoniana“ , „Vestal“, „Grandiflora“.

 

 

Schon Leonhart Fuchs beschreibt das „weiß waldhenle“ 1543 als wild vorkommende Form des Hahnenfuß. Verwenden Sie Anemone nemorosa zur naturnahen Unterpflanzung von Gehölzsäumen. Mit der Zeit bilden Buschwindröschen einen dichten Teppich, schützen so gegen Wildkraut und schlucken auch Laub. Lassen Sie die Laubdecke liegen, hacken Sie nicht (Sie würden die Wurzeln der Pflanze verletzen) und ziehen Sie nur gelegentlich Gehölze wie Traubenkirschen, Buchen, Eichen etc. heraus. Waldmeister (Galium odoratum) verträgt übrigens bei genügend Feuchtigkeit ähnliche Standorte und ist ein duftender Nachbar.

Mein Tip: Buschwindröschen wirken am besten in größeren Gruppen. Pflanzen Sie deshalb immer mindestens 3 oder 5 Stück als Gruppe zusammen.

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