Die Eisheiligen

Die Eisheiligen

Meldung vom deutschen Wetterdienst für unsere Lage an der Nordseeküste:

„Wetterlage

Am Rande eines Hochs mit Zentrum über dem Europäischen Nordmeer gelangt mit einer nördlichen Strömung kühle Meeresluft nach Norddeutschland. In der Nacht zum Freitag muss in ungünstigen Lagen mit leichtem Frost in Bodennähe gerechnet werden. Davon abgesehen wird die Ausgabe von Warnungen nicht notwendig.“

Und wieder ist es soweit, die kalte Sophie steht uns bevor. Oftmals merkt man es gar nicht, die kälteteste Zeit der Tages ist ja immer um den Sonnenaufgang herum, jetzt etwa um 5.30 Uhr

Es ist  die letzten Nacht der Eisheiligen, die uns jetzt bevorsteht. Wir müssen doch noch mal gucken, ob wir möglicherweise spätfrostgefährdete Pflanzen abdecken müssen. Tomaten, Gurken, Kürbis und Zucchini werden erst danach ins Freie gesetzt, auch alle anderen einjährigen Sommerblumen haben jetzt die besten Chancen, gut anzuwachsen. Auch wenn uns findigen Händler und Baumarktketten schon seit Ostern mit Petunien, Geranien und Margeriten zuschütten, nach dem 15. Mai ist der optimale Pflanzzeitpunkt.

Da ist das  das Sprichwort vom frühen Vogel, der den Wurm fängt, falsch ausgelegt worden.

Während meiner Ausbildung (naja, es ist schon eine Weile her, Anfang der 80ger) war es noch völlig normal, die frühen Kunden vor den Eisheiligen zu warnen. Je mehr Baumärkte nun das Beet- und Balkon Sortiment übernahmen, um so mehr gerieten auch die guten alten Gärtnereien unter Druck, alles früh und voll erblüht anzubieten. Tage der offenen Gärtnerei wurden um den 1. Mai ins Leben gerufen, um möglichst frühzeitig zu verkaufen.

Pflanzen werden mit riesigen Energieaufwand, Heizung und Tageslichtverlängerung durch Belichtung dazu gebracht früh zu blühen, dazu Stauchmittel, damit sie kurz und buschig bleiben. Preislich sollte man auch konkurenzfähig bleiben…..

Wozu das geführt hat, kann man ja sehen. Wo sind sie hin, die ganzen kleinen Familienbetriebe?

Und die armen Pflanzen, die diese Zeit draußen frierend überstehen müssen? Geht es denen gut?

Also denken Sie an die kalte Sophie, wenn Sie in den Pflanzrausch geraten Trotz Klimawandel wird sie uns oft auflauern und der Pracht zusetzen, so das die Pflanzen bis Juli brauchen um sich zu erholen.

 

 

 

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Kleine Gartenschätze

Es gibt so einige Pflanzen, die man gerne hätte, aber einfach nicht hinbekommt.

Sie wachsen schwierig an, das Klima behagt Ihnen nicht, sie liegen ewig in den Saatkisten, keimen kaum oder gar nicht. Aber gerade diese kleinen Prinzen oder Diven hätte man doch so gern im Garten….

Anemonopsis rosa

Anemonopsis rosa

Mir geht es so mit weißen Anemonopsis, 3 Stück sind jetzt nach einigen erfolglosen Jahren gekeimt. Die werden jetzt aber gehätschelt und gepflegt. Was die an Aufmerksamkeit bekommen, das würde das Heer von Geranium, die allein und zufrieden vor sich hin wachsen, ganz schön eifersüchtig machen, wenn sie es denn wüssten.

Jeffersonia diphylla

Jeffersonia diphylla

Ranunculus ficaria Brazen Huzzy

Ranunculus ficaria Brazen Huzzy

Paeonia mlokosewitschii ist auch so eine Diva, niedrig, wild und gelb. Wunderschön! Wildpaeonien sind sowieso etwas ganz besonderes, ich könnte dahinschmelzen.

Oder jetzt diese traumhaften Ranunculus ficaria, Scharbockskraut in den ganz besonderen Sorten, Colarette, Flora Pleno und wie sie alle heißen.

Vor ein paar Jahren sind sie uns alle durcheinander geraten, so das wir sie erst aufpflanzen und sortieren mussten, bevor sie vermehrt werden. Die haben sich jetzt gut erholt und können in die Töpfe gesteckt werden, wenn sie eingezogen sind.

Jeffersonia dubia

Jeffersonia dubia

Jeffersonia diphylla und dubia sind übrigens auch gut aufgelaufen, die werden wir bald in die Töpfe stecken, dann können wir sie ab 2016 anbieten. Das sind schon ganz schön lange Kulturzeiten, mindestens 2 Jahre, von der Aussaat bis zum ersten Verkauf und dann wird immer noch gejammert, für 4,95 sind sie zu klein. Tja….

Die alten dicken Jeffersonien  blühen schon und Hummeln sind auch schon fleißig am bestäuben, dann ist der Fortbestand gesichert.

So hat wohl jeder Gärtner seine Gartenschätze, die behütet und gepflegt werden wollen.

Viel Spaß damit!

 

 

 

 

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Die blaue Blume

Die blaue Blume und die Pflanzenfotos

Nur wenige Blumen sind richtig blau, die meisten haben einen Stich ins Violett.

Aber es ist recht einfach Fotos nachzublauen. Schauen Sie mal:

Sommeraster Original

Aster frikartii ‚Jungfrau‘ Originalfoto

Sommeraster blau

Aster frikartii ‚Jungfrau‘ Nachgeblaut

 

 

 

 

 

 

Das machen wir bei Zauberstaude nicht.

Unsere Fotos sind zwar meistens zur schönsten Blütezeit aufgenommen, vielleicht sind mal ein paar schlechte Blüten abgeschnitten worden, aber ansonsten kommen sie in die Artikelbeschreibung, wie sie sind. Wir basteln bei den Darstellungen keine Blüten dran.

Manchmal ist das Licht aber nicht optimal, oder die Sonne scheint voll drauf, der Bildschirm ist auch nicht immer kalibriert, deshalb können sich manche Farben um einige Nuancen anders darstellen. Wir tun unser Bestes, damit das nicht passiert. Die wenigsten Gartenliebhaber haben eine RHS Farbkarte, die kostet schließlich auch richtig Geld (um die 400 Euro), dafür kann man sich besser ein paar Stauden kaufen.

Reinblau blühen unter anderem:

Vergissmeinnicht

Brunnera macrophylla

Brunnera, Kaukasusvergißmeinicht

Omphalodes verna, Gedenkemein

Gedenkemein

Omphalodes verna

Myosotis palustris, Sumpfvergißmeinicht

Aquilegia alpina, Alpen-Akelei

Allium caeruleum, Zierlauch

Anchusa azurea, Ochsenzunge

Aster dumosus ‚Zwergenhimmel‘

Beinwell blau

Symphytum caucasicum

Symphytum azureum, Beinwell

Ceratostigma plumbaginoides, Bleiwurz

Buglossoides purpurcaerulea, Steinsame

Camassia, Prärielilie

Gentiana, Enzian

Cichorium intybus, Wegwarte

Corydalis elata und Corydalis flexuosa

Einige Rittersporn Sorten z.B. ‚Morgentau‘ und ‚Ballkleid‘

Dracocephalum grandiflorum

Einige Veronica Arten z. B. Veronica armena

Auch bei den Iris finden sich einige reinblaue Sorten

Jasione laevis, Sandglöckchen

Lein

Linum perenne, Staudenlein

Linum perenne, Staudenlein

Scabiosa caucasica, Skabiose

Lithodora diffusa, Steinsame

Lobelia syphilitica, Lobelie

Pulmonaria ‚Blue Ensign‘, Lungenkraut

Meconopsis, Scheinmohn

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Unkrautvermehrer vermehren Unkraut

Unkrautvermehrer?

 

Sternmiere

Stellaria hollostea, Sternmiere

Im Gartenbaubereich haben die Staudengärtner diesen Ruf, kaum ein Azubi wurde nicht in der Berufsschule damit konfrontiert und ein bisschen hochgenommen.

 

Man sitzt dort ja nett mit Baumschul- und Zierpflanzengärtnern beisammen.

 

Naja… es ist schon was dran an dem Gerücht.

Bunter Giersch

Aegopodium podagraria ‚Variegata, Giersch

 

Panaschierter Giersch etwa, oder die  Große Sternmiere (Stellaria holostea), manche halten es für Unkraut und für die anderen ist es hat eine hübsche Wildstaude.

 

Wir arbeiten  mit Odermennig, Buschwindröschen und Epilobium, für Klärteiche und Renaturierungsflächen werden oft Lythrum, der Blutweiderich, Lampenputzer, Wiesenschaumkraut Schilf und auch Binsen gebraucht.

 

wildes Buschwindröschen

Anemone nemorosa, Buschwindröschen

Heilkräuter wie Schöllkraut, Huflattich  und Wegwarte haben auch ihren Platz in unsere Liste.

 

Ich könnte hier noch viel mehr aufzählen, was im Volksmund oft als Unkraut in Verruf geraten ist, von uns aber mit Liebe und Sachverstand angebaut wird.

 

Viele dieser Wildpflanzen haben auch im Ziergarten nichts zu suchen. Sie sind dort bei guter Pflege einfach zu wild und ungestüm, haben in kürzester Zeit alles überwuchert.

 

wildes Schöllkraut

Schöllkraut, Cheliodonium
wächst sehr wild und breitet sich stark aus

Aber dort wo es passt sind doch blühende Wildstauden wunderschön. Wobei die Bezeichnung Unkraut auch natürlich etwas mit der Einstellung und dem Standort zu tun hat. Blutweiderich wächst hier wirklich überall am Straßenrand, in manchen Gegenden ist er eine Rarität.

 

Huflattich

Tussilago, Huflattich,auch dieses Heilkraut ist für kleine Ziergärten eher schwierig.

 

Wie schön sind doch die rosa Epilobium, die am Wegesrand dichte Bestände bilden, an der Straßen blühen Gräser und Sauerampfer und Wiesenkerbel in eigenartig schöner Farbkombination.

 

wiesenhafte Bepflanzung

Blumenwiese

Denken Sie nur mal an blühende Wiesen voller Löwenzahn im Frühjahr.

 

 

Der wird soweit ich weiß, aber noch nicht angebaut, außer zum Verzehr, aber auch da wären wir, wenn Bedarf besteht, sicher nicht abgeneigt.

 

Und wenn man nach dem Preis fragt (… so teuer, das wächst ja wild….) ?

Nichts desto trotz braucht man Samen, man muss sie eintopfen, sie stehen auf dem Feld, Wasser brauchen sie auch und Dünger, genau wie edle Prachtstauden.

 

In diesem Sinne:

Der Bauer und sein Kind

Wildblumen

Wilde Wiese

Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
“Ich hab’ den Acker wohl bestellt,
Auf reine Aussaat streng gehalten;
Nun seh’ mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan.

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
Mit bunten Blüten reich beladen;
Im Felde hat er sie gepflückt;
Kornblumen sind es, Mohn und Raden;
Er jauchzt: “Sieg, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht.

Julius Sturm

 

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Carex – Segge, Staude des Jahres 2015

Carex pendula

Carex pendula

Die Staude des Jahres 2015 

Carex, die Segge.

Carex montana 'Raureif'

Carex montana ‚Raureif‘

Zuerst habe ich etwas komisch geguckt und die Stirn gerunzelt, als ich das gelesen habe.

Fällt den Leuten vom Bund der Staudengärtner sonst nichts ein?

 

 

Aber nach einigen Überlegungen dazu finde ich es  schon richtig, auch mal ein vielseitiges Gras  aus dem Schattendasein zu holen.

Botanisch gesehen ist es kein echtes Gras, gehört aber zur Familie der Sauergräser.

 

 

 

Es gibt Seggen für alle Gartensituationen:

Schatten und feucht: 

'Bowles Golden

Carex elata ‚Aurea‘

  • Carex elata ‚Aurea‘ (Bowles Golden) – Steife Gold-Segge, 60 cm
  • Carex acuta – Schlank-Segge, 90 cm
  • Carex acutiformis – Sumpf-Segge, 100 cm
  • Carex riparia – Ufer-Segge, 45 cm
  • Carex pseudocyperus – Schein-Zyperngras, 80 cm
  • Carex davalliana – Davalls-Segge, 25 cm

Schattig und frischer Boden:

  • Carex pendula – Riesensegge, 80 – 100 cm

    Carex siderosticha 'Island Brocade'

    Carex siderosticha ‚Island Brocade‘

  • Carex morrowii in unterschiedlichen Blattfarben (‚Variegata’, ‘Ice Dance’, Silver Sceptre’, Irish Green’u.a. , 30 cm
  • Carex oshimensis – Japan –Segge ‚Evergold‘ (gelblichgrün) und ‚Everest‘ (weißgrün) 25 cm
  • Carex conica ‚Snowline‘ – weißbunte Zwergsegge, 15 cm
  • Carex ornithopoda ‚Variegate‘ – weißbunte Vogelsegge, 15 cm
  • Carex siderosticha – Teppich-Segge in verschiedenen Ausfärbungen ‚‘Variegata‘ ‚Island Brocade‘, Shiro‘, 30 cm
  • Carex sylvatica – Wald-Segge, 40 cm
  • Carex plantaginea – Breitblattsegge, 20 cm
  • Carex remota – Winkel-Segge, 45 cm
  • Carex caryophyllea ‚The Beatles‘  – Schopf-Segge, 20 cm
  • Caerx umbrosa – Schattensegge (wintergrün)
  • Carex dolichostachys – Goldrandsegge, ‘GoldFountains’, 50 cm

Sonnig und frischer Boden:

  • Carex muskingumensis – Palmwedel-Segge in grün, ‚Little Midge‘ (30 cm), ‘Variegata’
    Carex flacca

    Carex flacca

    oder ‚Silberstreif‘ (bis 80 cm)

  • Carex berggrenii – Rote Zwerg-Segge, 10 cm
  • Caerx flacca – blaugrüne Segge ‚Blue Zinger‘, 30 cm
  • Carex grayi, Morgensternsegge, 60 cm

 

 

 

Sonnig und trocken:

  • Carex humilis – niedrige Segge, 10 cm

    Carex comans 'Bronce'

    Carex comans ‚Bronce‘

  • Carex montana – Berg-Segge in grün oder weiß-bunt ‘Raureif‘, 20 cm
  • Carex tenuiculmis – Neuseeland-Segge, 30 cm
  • Carex testacea ‚Praerie Fire‘ – orangefarbene Neuseeland-Segge, 30 cm
  • Carex albula (Carex comans) – Neusseland – Segge ‚Frosted Curls‘, 30 cm
  • Carex comans –  Neuseelandsegge ‘Bronze Form’, ‘Amazon Mist’ 30 cm
  • Carex buchananii – Fuchsrote Segge ‘Red Rooster’, Green Twist’ 40 cm

 

Bestimmt werden 2015 auch noch andere interessante Sorten aus  der Versenkung geholt.

Bei uns im Zauberstaude Shop werden Sie sicher auch etwas für Ihren Garten finden.

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Herbst 2014

Herbsttag

Rainer Maria Rilke

Leucanthemella und Calamagrostis

Leucanthemella und Calamagrostis

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Hier bei uns an der Nordseeküste war der Sommer wirklich groß, die meisten Regenschauer sind an uns vorbeigezogen.

Und auch jetzt im Oktober geht es noch freundlich und warm weiter, morgens leichte Nebel, Spinnweben mit Tautropfen, Sonne die über den weiten Horizont blinzelt, rote leuchtende Hagebutten, reifende Äpfel, Quitten und Schlehen. Pilze wachsen bei uns auf dem Kleiboden (Marschboden, früher mal Schlick) leider kaum, so das uns dieser Genuss versagt bleibt. Naja, es gibt ja immer noch welche zum Kaufen.

Pennisetum 'Hameln'

Pennisetum ‚Hameln‘

Die  Asten, Knöterich und  Fetthennen blühen noch voll, viele Gräser laufen zu Hochform auf, auch Kulturbegleitpflanzen (ugs. Unkraut ;)) keimen noch fröhlich weiter.

So macht der Herbst Spaß.

 

 

Auch die letzten Pflanzungen bereiten wir noch vor. Im Herbst ist der Boden noch schön warm, so dass sich die meisten Stauden noch schnell einwurzeln.  Herbstanemonen und Chrysanthemen, Mittelmeerpflanzen und etwas empfindlichere Arten setzen wir allerdings erst im Frühjahr. Pflanzen die im Herbst blühen, brauchen die Kraft für die Blüte und können nicht auch noch Wurzeln machen. Wenn man diese Arten  im Herbst pflanzt, muss man sie gut vor dem Hochfrieren schützen, Laub und Tannenzweige leisten da gute Dienste.  Bei uns ist es aber einfach zu windig dafür, Kahlfrost mit scharfem Ostwind bläst da im Winter alles weg.

Oktober 2014Einiges muss noch geteilt werden, damit im Frühjahr ausreichend Pflanzen zur Verfügung stehen. Die letzten Sämlinge werden noch getopft und erst mal ins Gewächshaus gestellt. Für die ganz Kleinen ist es draußen zu rau. Dabei ist es nicht der Frost, der ihnen zu schaffen macht, eher der viele Regen, der aus den Töpfen nicht so schnell abfließen kann. Winterliche Staunässe ist für viele Pflanzen ein Todesurteil. Ab März wird dann alles ausgeräumt und härtet gut ab, damit es in den Gärten der Kunden leicht weiterwachsen kann.  Wir versuchen immer, keine Weichlinge zu verschicken.

Unser Schattenhaus ist auch fertig, davon hatte ich noch gar nicht berichtet.

Schattenhaus

Schattenhaus

Wir haben ein altes, museumsreifes Holzgewächshaus abgedeckt. Es war eine Metallunterkonstruktion auf die Holzrahmen-Frühbeetfenster aufgelegt wurden. Das Holz war in all den Jahren ziemlich mosch geworden, und das Gewächshaus sehr unsicher. Die Fenster haben wir herunter genommen, den alten Ofen abgebaut und entsorgt, den Boden begradigt und mit Gewebefolie abgedeckt, ein leicht schatten spendendes Netz aufgezogen und Platten in die Wege gelegt. Ein schöner Platz für unsere Schattenpflanzen. Hosta, Buxus, Hakonechloa usw. fühlen sich dort viel wohler als auf der Sonnenseite.

Zur Zeit wird der Hof neu gepflastert. Der Kleiboden mit Mooruntergrund ist relativ Pflasterarbeitenweich, LKW und der Zahn der Zeit hatten ganz schöne Wellen und Löcher ins Pflaster gedrückt. Hoffentlich hält sich das Wetter noch etwas, damit wir es in diesem Jahr noch fertig bekommen.

Ein alter 10.000ltr. Öltank liegt dort auch noch drunter, der ist mittlerweile fachgerecht gereinigt und vom TÜV abgenommen worden und wird jetzt in Kürze mit Sand verfüllt. Eine Sorge weniger.Hof mit Löchern

Im kommenden Frühjahr wird dann die Fassade noch schön gestrichen, dann ist vor dem Haus erst mal alles in Ordnung. Aber hinten geht es dann weiter, eine Baustelle nach der anderen tut sich auf. Eine alte Gärtnerei mit Renovierungstau ist kein Ponyhof.

 

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Asternland

Wir leben  im Asternland haben wir festgestellt. Im letzten Jahr haben wir im Juli solch eine kleine Pflanze eingesetzt:

Jungpflanze

Jungpflanze

 

 

 

 

 

 

Jetzt sieht sie so aus:

Aster novi -  belgii 'Schöne von Dietlikon'

Aster novi – belgii
‚Schöne von Dietlikon‘

 

Das ist doch faszinierend. Lehmiger Marschboden, 3 km Luftlinie zum Meer, nicht zu trocken, das haben sie wohl wirklich gern.

Dies ist die Sorte Aster novi-belgii ‚Schöne von Dietlikon‘.

Ich mag sie sehr gern, weil sie so schön gleichmäßig wächst und sehr gesund ist.

 

 

Hier steht sie natürlich noch nicht optimal, wir müssen noch einiges umgestalten, aber das wird mit der Zeit schon werden. Wir haben nach dem schnellen Umzug im Frühjahr 2013 erst alles irgendwo in die Erde gesteckt, wo Platz war.  Zur Zeit sind wir gerade dabei den Hof neu zu pflastern. Es sind doch schon einige Löcher und Dellen entstanden im Laufe der letzten Jahre. Wenn wir dann im nächsten Jahr die Gärtnerei auch für den Privatverkauf für 3 Tage die Woche öffnen wollen, muss es auch anständige Parkplätze geben, ohne dass jemand Angst haben muss, mit dem Auto aufzusetzen.

Hohe Aster novi-belgii verkahlt manchmal von unten und ist auch  ist leicht Mehltau empfindlich, deswegen pflanzt man normalerweise etwas davor, was die mehligen Blätter dann ein bisschen abdeckt.  Dicke Sedum ‚Herbstfreude‘ oder ‚Matrona‘, aber auch die weißen ‚Iceberg‘ eignen sich dafür perfekt. Aber auch Gräser die etwas dichter werden, Pennisetum viridescens sorgen für ein ansprechendes Bild. Das spart auch eine Menge Pflanzenschutzmittel.

Wir werden in diesem Jahr noch ein richtig schönes Asternfeld anlegen. Dann können Sie sich, wenn Sie uns vielleicht mal in den nächsten Jahren im Spätsommer besuchen, anschauen, wie so eine Pflanze ausgewachsen aussieht.

Kleine gestauchte Herbstastern (Blaue Jungs usw.), die man jetzt in den Märkten überall findet, werden nämlich in der Regel im nächsten Jahr 1,20 m hoch. Dann kommt oft das böse Erwachen, weil der Standort so gar nicht passt.

Hier sind noch ein paar Schönheiten, die im Moment blühen:

Aster novi-begii 'Marie Ballard'

Aster novi-belgii ‚Marie Ballard‘

Aster cordifolius 'Little Carlow'

Aster cordifolius ‚Little Carlow‘

Rosa_Sieger

Aster novae – angliae ‚Rosa Sieger‘

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